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Trucker Verein? Ich niemals.

Es gibt da den einen oder anderen Kollegen der geht lieber in einen Verein für Kraftfahrer.

Dann gibt es da noch die Sorte „Kollegen“ die versprechen den anderen Kollegen alles Mögliche. Sofern Sie in den Verein eintreten, wird Ihnen in allen Belangen geholfen. Man vergisst oder ignoriert aber dabei, das ein Verein weder die Möglichkeit hat in Sachen verdienst etwas zu erreichen, noch bei Arbeitgebern irgendwelche Verhandlungen zu führen.

Es wird den Leuten zwar hier und da auch schon mal gerne erzählt, das man mit Gewerkschaften zusammen arbeitet und dort dann auch die Probleme mit auf die Tagesordnung setzt, aber dabei bleibt es dann meistens auch. Denn, was Löhne und Gehälter anbelangt, so kann eine Gewerkschaft für die Allgemeinheit nur etwas über Tarifverträge erreichen. Für Persönliche Lohnforderungen des einzelnen, kann weder der Verein noch der selbe über eine Gewerkschaft etwas bewirken. Das kann der Betroffene nur selber mit der Gewerkschaft wenn er denn auch dort Mitglied ist.

Ich finde es traurig das es Vereine gibt, die potentiellen Mitgliedern vorgaukeln, Sie würden sich um alle Belange der Fahrer kümmern können. Es wird verschwiegen, das einem Verein gewisse Grenzen gesetzt sind.
So musste ich im Internet z.b. lesen, das sich ein Kollege darüber beschwert hat, das Ihm die Polizei ein Bußgeld verpasst hat, weil er mehr als die in der StVO Vorgeschriebene Lampenanzahl nach vorne (nicht mehr als 6 weiße) durch diverse Kleinen Birnchen deutlich Überschritten hat.

Der Pressesprecher eines solchen Vereines machte aktive Werbung in dem Er dem Fahrer versprach, das sich der Verein darum kümmern würde.

Wenn ich das so neutral lese, fallen mir ein paar Dinge ein, warum das schon in die Hose geht.

  • Punkt 1: Der Verein kann dem Betroffenen schon mal keinen Rechtsbeistand bieten, da keine Anwälte vorhanden sind. Man kann eher auf Anwälte verweisen, für die man dann wieder extra bezahlen muss (In einer Gewerkschaft hätte man so etwas inklusive).
  • Punkt 2: Der Verein ist niemals in der Lage irgendwelche Gesetze zu ändern die der Sicherheit anderer dienen.

Es gibt da noch viele andere Dinge die den Leuten versprochen, aber nicht gehalten werden / gehalten werden können, nur damit man Mitglieder bekommt.
In solchen Verein denkt man nicht darüber nach, das so etwas einen Bumerangeffekt haben wird. Spätestens dann wenn die Leute merken das in dem Verein vieles angepackt und nichts zu Ende gebracht wird, oder wenn man merkt das die Versprechen gar nicht eingehalten werden, sind die Leute wieder weg.

Aber wenn man die Vereinsvorstände mal auf so etwas anspricht / hinweist, wird man sofort angegriffen, weil man braucht denen ja nicht Ihre Aufgaben zu erklären. Schon gar nicht weil es den einen oder anderen Verein gerade mal seid etwas über einem Jahr gibt.

Da ich potentielle und auch Fachliche Hilfe haben will, bin ich vor Jahren Mitglied in einer Fachgewerkschaft geworden und auch mittlerweile dort aktiv tätig.

Ein Verein ist in soweit nichts falsches, als das er die Geselligkeit untereinander Fördert. Er kann auch das eine oder andere in Sachen Image oder sonstiges drumherum um eine Sache leisten.
Aber Arbeitsrechtliches? Never. Es sollte dabei aber auch nicht vergessen werden, das man den Leuten nicht gewisse Flausen in den Kopf setzen sollte, die denen dann den Job kosten.
Wir haben uns alle auf die Fahne geschrieben, das wir in unserer Branche vieles verbessern wollen. Dazu gehören u.a. auch die Arbeitsbedingungen bei vielen Speditionen.
Das man die Schwarzen Schafe nicht zur Schließung bewegen kann sollte klar sein. Das aus einer Unternehmensschließung auch die Arbeitslosigkeit der dort Beschäftigten resultiert sollte ebenfalls klar sein, auch wenn der eine ohne andere jetzt sagen wird: Besser Arbeitslos als da zu arbeiten. Nun das werden vielleicht alle oder auch nur der größere Teil der Beschäftigten anders sehen. Und wer sind wir, das wir denen unsere Meinung aufzwingen dürfen?

Sollte der eine oder andere Kollege oder auch Kolleginn dies hier lesen, denkt mal drüber nach.

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Christian

Ich bin aktiver Berufskraftfahrer und kein Rechtsanwalt, auch wenn ich hier über Rechtliche Themen schreibe. Ich war in der Vergangenheit für eine Gewerkschaft auf Landesebene im Vorstand und als Betriebsratsvorsitzender bei einem Zeitarbeitsunternehmen im Ruhrgebiet tätig.

Auch wenn ich den Beruf selber erst seid Mitte der 1990er Jahre ausübe, so habe ich damit durch meinen alten Herrn schon mein ganzes Leben mit dieser Branche zu tun. Ich war sowohl im Internationalen Fernverkehr, sowie derzeit auch im Nahverkehr tätig.

Ich betreibe diesen Blog ausschließlich Just4Fun und vieles spiegelt lediglich meine Meinung wieder, die keiner gut finden muss oder soll! Selber zählen ich mich zu denen, die diesen Beruf nicht machen, weil Sie es müssen, sondern weil Sie es wollen. Auf Deutsch, es ist mein Traumjob.

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Trucker Verein? Ich niemals.

by Christian time to read: 6 min
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