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Wer es glaubt wird…

ja bekanntlich seelig.

Seid der letzten NRW Wahl beschäftigt mich eine Sache.

In der Zeit des Wahlkampfes wurden des öfteren auf WDR 2 Interviews, Debatten etc. mit den zur Wahl stehenden Kandidaten und anderen Politikern der entsprechenden Parteien, geführt.

Unter anderem war auch an einem Abend der SPD Politiker H.K. Voigtsberger (NRW Minister für Wirtschaft, Bauen, Wohnen, Energie und Verkehr) zu einer Runde mit anderen Politikern geladen.


In dieser elusteren Runde gab Herr Voigtsberger auf die Frage, wie er denn das Verkehrsproblem im Ruhrpott ändern wolle folgende Anregungen, da ja wieder wir LKW Fahrer an allem Schuld sind:

Den Güterverkehr will Herr Voigtsberger auf Schiene und auf die Wasserstraßen verlagern.

In meinen Augen gibt es da mehrere Punkte die der Herr nicht beachtet:

  1. kostet das Arbeitsplätze (wo nichts zu fahren ist, brauch man auch keine LKW’s / Logistikcentren mehr)
  2. hat die Bahn seid der Wende bereits 38% der Schienen zurück gebaut und ist damit noch nicht fertig
  3. sind die Wasserstraßen nicht mehr die Jüngsten und vieler Orts verstopft (Schlamm etc.)
  4. gibt es keinen Supermarkt /Baumarkt oder sonst irgendein Verkaufsbereich der über einen Bahnanschluß oder Hafen verfügt
  5. ist es Utopie zu glauben das der SPD oder irgendeiner anderen Partei dies gelingen wird, da der LKW immer noch das schnellste und billigste Transport / Lager auf Rädern ist

Wenn ich mal so die A2 entlang fahre stelle nicht nur ich schon seid Jahren vermehrt fest: Deutsche LKW’s sieht man auf der Autobahn kaum.

Da fahren Holländer, Tschechen, sehr viele Polen und Russische LKW’s rum. Aber Deutsche? Kaum.

Deutschland ist ein Transitland. Was leider verstärkt auch NRW trifft.

Hier gibt es schon mal ein paar Punkte die man ändern kann, wenn man den LKW Verkehr verringern will:

  1. Einführung und Einhaltung der Kontrollen zur Einhaltung der Kabotage Regelung
  2. verringerung der Unötigen Transporte (z.b. Jogurth zum Abfüllen in die Türkei, Container von Rotterdam zum Kunden in Deutschland etc.)
  3. verringerung der Just in Time Lieferungen

Ich denke allein schon diese Punkte reichen aus, um den Güterverkehr innerhalb Deutschlands zu verringern.

Allerdings zum letzten Punkt muss man noch sagen das es Großhändler gibt da kommt ein und der selbe Spediteur  3 – 5x am Tag um dort anzuliefern, weils der Händler nicht anders will. Das zählt dann wohl unter Punkt 2 Unötige Transporte.

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Christian

Ich bin aktiver Berufskraftfahrer und kein Rechtsanwalt, auch wenn ich hier über Rechtliche Themen schreibe. Ich war in der Vergangenheit für eine Gewerkschaft auf Landesebene im Vorstand und als Betriebsratsvorsitzender bei einem Zeitarbeitsunternehmen im Ruhrgebiet tätig. Auch wenn ich den Beruf selber erst seid Mitte der 1990er Jahre ausübe, so habe ich damit durch meinen alten Herrn schon mein ganzes Leben mit dieser Branche zu tun. Ich war sowohl im Internationalen Fernverkehr, sowie derzeit auch im Nahverkehr tätig. Ich betreibe diesen Blog ausschließlich Just4Fun und vieles spiegelt lediglich meine Meinung wieder, die keiner gut finden muss oder soll! Selber zählen ich mich zu denen, die diesen Beruf nicht machen, weil Sie es müssen, sondern weil Sie es wollen. Auf Deutsch, es ist mein Traumjob.

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Wer es glaubt wird…

by Christian time to read: 3 min
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