Die erste Woche mit LKW Navigation

Bei uns in der Firma gabs neue Navis. Diesmal direkt mit LKW Navigation.

Die erste Woche hab ich nun mit dem Teil hinter mir und muss sagen, an manchen Stellen sollte der Hersteller des Gerätes noch mal nachbessern. Es ist nicht das erste Gerät dieser Art was ich benutzen konnte (das erste war son Garmin Nüvi 465T bei meinem letzten AG und es war der letzte Mist), aber ich bin angenehm überrascht, das doch besser geht. Naja, Becker Qualität halt eben.

Gut, das ist bei allen Navis so und das man sich zu 100% nicht auf die Dinger verlassen kann ist auch klar.

Ebenso klar ist aber auch, das man trotz alledem sein Gehirn einschalten sollte, um nicht blind nach diesen Dingern zu fahren.

Allerdings brauche ich son Navi ja nur dann, wenn ich in Ecken bin, wo ich keine Ortskenntnis habe. Da ist son Teil halt praktischer als wenn ich, wie frührer, die dicken Falk / ADAC Städtepläne wälzen muss. Obwohl es ging damals auch und heute ist es nicht anders.

Was ich an dem Teil (welches da oben auf dem Bild zu sehen ist) bemängel ist die integrierte Freisprechanlage für Handy’s. Selbst wenn man schon fast in das Gerät rein krabbelt und dabei etwas lauter spricht, quasi fast schon schreit, kann der Gesprächspartner einen nicht verstehen. Und das ist in der heutigen Zeit wo es immer noch so viele Headset Legasteniker gibt, nicht gerade etwas, was man gebrauchen kann.

Nur so am rande: Auch wenn sich der Verlinkte Artikel ausschließlich auf PKW’s bezieht, so gibt es genug Kollegen die eine Abneigung gegen Headsets / Freisprechanlangen haben.

Schön an diesem Gerät ist, das es einem schon 2 – 3 km vorher anzeigt, was da für ein Verkehrsschild kommt, welches dann erst Grau angezeigt wird und dann farblich wird, sobald man an der betreffenden Stelle ist.

Ebenso die Möglichkeit nicht nur die Vorgegebenen Profile zu nutzen und auch anzupassen, man kann auch eigene Profile für bestimmte Situationen erstellen. Hat den Vorteil das man Voll wie Leer nicht immer die gleichen Strecken fahren muss.

Alles in allem denke ich bis jetzt (hab das Gerät ja erst eine Woche) ist dieses Gerät zur Unterstützung eigentlich nicht schlecht und die Vorurteile das die Geräte noch nicht ausgereift sind, kann ich bisher auch noch nicht bestätigen. Klar, es gibt da die eine oder andere Ecke wo man eventuell noch was verbessern kann, wie z.b. A45 Dortmund -> Westhofener Kreuz, an dem Berg wo für LKW’s 60 und Überholverbot ist, wird dies im Gerät nicht angezeigt oder bestimmte Straßen im Ruhrgebiet wo die zulässige Achslast schon seid Jahren eine bestimmte Begrenzung haben, werden diese auch nicht angezeigt. Aber man hat ja noch Augen im Kopf und sollte, wie ich schon schrieb, nicht blind einfach irgendwo rein fahren.

Zum Schluß sei noch gesagt, das das Navi von Becker auch die Möglichkeit bietet Geo Koordinaten zu verwenden. Das hat den Vorteil das man via Google oder noch besser bei Joe im Forum sich direkt dahin schicken lassen kann, wo man wirklich hin muss.

Wer es sich privat kaufen will, ich habs im Internet für 221,90 Euro gefunden. Einfach mal bei Google nach dem Becker Active 43 Transit suchen, vielleicht gehts ja noch billiger.

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5 Kommentare

  1. Das beste Navi ist immer noch das eigene Hirn… und die eigene Erfahrung… .

    Gibt ja genug Kollegen, die schon gut 40 Jahre auf dem Bock sind und wissen, dass auf ihrer Route ne 3,60 Meter Rundbogenbrücke ist, aber sich "auf einmal" aufs Navi verlassen und prompt in der Unterführung stecken bleiben…

    … ohne Navi wäre dies Ihnen NIE passiert, weil sie ihr "Hirn" benutzt hätten und sich erinnert hätten, dass sie da noch NIE durchgefahren sind, genau WEGEN dieser 3,60er …

  2. Sehe ich genauso.

    Ein Navi ist nur als "Unterstützung" gedacht. Denken sollte man trotzdem noch selber können.

    Aber es gibt da ja auch so Speditionen, die Ihren Fahrern vorschreiben, sich strikt an das komische dingen da zu halten. Mir fällt da Spontan so eine Bude aus Hessen ein, die Vorwiegend nur Osteuropäer beschäftigt und mal einen Abend mit ca. 150 Fahrzeugen auf der A7 Richtung Süden eine stehende "Fahrzeugparade" auf dem Standstreifen abgehalten hat.

  3. @jimpanse:

    Letzteres würde doch unter das "Versammlungsverbot" oder "nicht angemeldte Großveranstaltung" fallen, oder sollte ich mich da irren?

    Und von einem spontanen "Trucker-Treffen" habe ich nichts gehört… 😉

    SCNR

  4. @jimpanse:

    Aber interessant wäre es schon mal, dass man es wirklich drauf ankommen lässt, vor allen Dingen dann, wenn eine solche Betriebsanweisung "schriftlich" vorliegt.

    Dann sollte man wirklich mal wo gegenknallen, die Rennleitung rufen und sich grinsend daneben stellen… .

    Hab mal was ähnliches durchgezogen, was Tankanweisungen anbelangte…

    Anweisung war, dass wir nur in Belgien tanken durften, wenn wir im Ausland sind.

    OK, schaffte ich noch… etliche 100 km Umweg und 2 Tage Zeitverlust…

    ich hatte mich nur an die Betriebsanweisung gehalten… 😉

  5. Dieses Spontane Trucker Treffen liegt auch schon ein paar Jahre zurück.

    Das war so vor ca. 10 Jahren als der Biodiesel bei so manchen Spediteuren einzug hielt. Ulrich mischt das Zeug selber und da hat's wohl beim zusammen brauen wohl nicht ganz hingehauen 😀

    Und so standen ca. 150 Fahrzeuge von Ulrich die A7 Richtung Süden runter 😀

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