Sie wissen eben nicht alles….

… unsere Fahrlehrer, die dank unserer blöden Gesetzgebung auch ohne Nachweis jeglichen Fachwissens die Weiterbildung für uns Kraftfahrer „unterrichten“ dürfen.

Wenn man bedenkt, das jeder andere der in dieser „Sparte“ Erfolgreich Weiterbilden will, erst mal bei der IHK sein Fachwissen nachweisen muss, dazu noch ne Prüfung ablegen muss kann gleich Fahrlehrer werden, denn da setzt man ja Fachwissen vorraus.

Allerdings muss ich sagen, Fachwissen? Wo denn? Von einem Zettel ablesen kann ich auch.

Nehmen wir mal als Beispiel im Februar diesen Jahres, als ich das Modul Sozialvorschriften gemacht habe.

Wer die VO 561/2006/EG (EU Verordnung zu den Lenk und Ruhezeiten) kennt, der weiß auch, das es da den einen und auch anderen Artikel gibt, auf die man sich im Falle eines Verstoßes berufen kann. Sei es, weil der Disponennt mal wieder zu blöd war um die Tour anständig zu planen (Artikel 10 Abs. 2 und 4), oder weil man wegen Überfüllung keinen Parkplatz findet (Artikel 12).

Die genannte Verordnung schreibt ganz klare Regelungen vor, was im Falle eines Verstoßes seitens des Fahrers getan werden muss. Und das ist nichts kompliziertes.

Der Verstoß ganz gleich welcher Art muss auf einem Arbeitsblatt oder Ausdruck / Tachoscheibe schriftlich Dokumentiert und 28 Tage lang aufbewahrt werden! Aber eben genau diesen einfachen Hinweis, habe ich bislang noch von keinem Fahrerlehrer gehört. Auf die Frage hin, was ich denn im Falle eines Verstoßes machen muss, bekam ich lediglich die ernst gemeinte Antwort: Hoffen das es nicht zu teuer wird. Ja nee is klar.

Komme ich also in eine Kontrolle, soll ich also hoffen das es nicht zu teuer wird? Nee da schreibe ich doch lieber den Grund für den Verstoß auf und zahle dann gar nichts. So und bevor jetzt jemand hinter her sagt, der da hat aber gesagt… lest euch die 561/2006/EG durch. Lediglich Artikel 10 und 12 sind die Artikel auf die man sich berufen kann.

Autor: Christian

Ich war aktiver Berufskraftfahrer. Nach über 2 Jahrzenten in meinem Traumberuf, habe ich diesen im Januar 2019 an den Nagel gehängt und bin nun in die Disposition gewechselt. Alles was hier geschrieben steht, stellt meine eigene Meinung dar. Ich bin kein Rechtsanwalt und gebe auch keine Rechtsberatung.

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