Man springt auf den Zug auf….

Ist schon komisch. Das ZDF fängt mit einer Doku darüber an, das es in der Speditions und Logistikbranche nicht gerade koscher zu geht und auch die Bild Zeitung nutzt das Sommerloch um mal eben mit einem Artikel davon abzulenken, das man sonst eigentlich immer nur auf die LKW Fahrer und die ganze Branche rumhackt, obwohl man selber als Verlag und Medienbetreiber von eben dieser Branche abhängig ist.

Nachwuchsprobleme, miese Arbeitsbedingungen, schlechte Löhne etc. sind alles Hausgemacht. Spediteure die um jeden Preis nur noch Ihre Profitgier befriedigen wollen, jammern rum das der Staat Ihnen keinen Nachwuchs mehr liefert, anstatt mal selber Auszubilden. Diese Branche, in der direkt und indirekt ca. 2 Millionen Menschen arbeiten, bildet pro Jahr gerade mal 3.000 Berufskraftfahrer aus und heult rum das es keinen Nachwuchs mehr seitens der Bundeswehr geliefert bekommt. Wo bitte schön ist da die Logik?

Ich kann doch nicht meine PKW Werkstatt des Vertrauens dafür verantwortlich machen, wenn ich Jahrelang mit meinem Auto rumfahre, es nicht warten lasse, das es dann plötzlich kaputt bei mir vor der Haustür steht und nicht mehr fährt.

Scheinbar ist es für die Herren Spediteure bequemer dem Staat für die eigene Unfähigkeit in die Schuhe zu schieben, statt mal selber auf die Idee zu kommen, man könnte mal mehr ausbilden.

Aber nein, es wird lieber in den Medien rumgeheult, die Bundeswehr bilde keine Leute mehr aus und dadurch würden 15.000 qualifizierte Fahrer fehlen.

Bundeswehr? Qualifizierte Fahrer? Sorry, aber jeder der bei der Bundeswehr seinen Führerschein gemacht hat, ist nicht unbedingt qualifiziert. Ebenso wenig dafür geeignet diesen Streß, das lange von zu Hause weg, den Druck etc. mit zu machen.

Das bisschen was ein Kraftfahrer bei der Bundeswehr an Kilometern im Jahr mit einem LKW zurück legt, machen andere Hauptberufliche Kraftfahrer in anderthalb Wochen.

Hinzukommt, das diese Soldaten selten eine Ahnung von Logistik und den ganzen drumherum haben. Die haben vielleicht den Führerschein gemacht, das ist aber auch alles. Jeder Azubi der den Beruf des Kraftfahrers gewählt hat, ist da schlauer.

Ich weiß nicht, wie oft ich noch über diese Sache hier schreiben werde, denn eigntlich ist es eine Sache die der großteil der Jammernden selber verschuldet hat. Kraftverkehrsmeister sind denen zu teuer und jetzt heult man rum das man keine Leute mehr bekommt.

Es ist fraglich wann die Unternehmer endlich mal umdenken werden und selber Nachwuchs in dem Maße ausbilden, wie er gebraucht wird. Ich denke aber eher mal das es darauf hinauslaufen wird, das man ausser jammern nicht viel machen wird.

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