Über das rechtzeitige aufhören…

Foto: Erich Keppler  / pixelio.de
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… sollten ältere Menschen, wenns um das Auto fahren geht, ernsthaft nachdenken.

Ich will nicht behaupten, das nicht jeder ältere Verkehrsteilnehmer in der Lage ist, sicher zu fahren, das Gegenteil kann ich aber auch nicht sagen.

Da ich als LKW Fahrer nun täglich nur noch auf Deutschlands Autobahnen unterwegs bin, bin ich auch oft genug in bremslige Situationen gekommen, an denen vorwiegend Rentner alles andere als Unschuldig waren.

Als aktuelles Beispiel kann ich hier den gestriegen morgen nehmen.

A45, es ist halb 5 Uhr morgens, dunkel, aber „klare“ Sicht. Mein Tempomat war auf meine ständige Reisegeschwindigkeit von 85 km/h eingestellt. Bei Hagen tauchte vor mir ein nicht näher zu erkenndes unbeleuchtes etwas auf meiner Fahrspur auf, dem ich mich sehr schnell näherte. Vorsorglich nahm ich schon mal den Tempomaten raus, um dann wenige Sekunden später eine Vollbremsung machen zu müssen.

Vor mir tuckerte mit sagenhaften 45 km/h ein alter Audi 80 ohne Licht daher. Trotz Lichthupe und normale Hupe kam von dem Fahrer keine Reaktion. Also überholte ich den PKW. Am Steuer saß ein deutlich älterer Herr, der mehr oder weniger schon fast in der Windschutzscheibe hing, damit er eventuell was hätte sehen können.

Vor ein paar Jahren kam mir Nachts auf der A46 im Düsseldorfer Universitätstunnel ein roter Golf entgegen, als Falschfahrer. Am Steuer: Ein Rentner, der sich laut seiner Aussage wohl mit der „Auffahrt“ vertan hatte.

Einige meiner Berufskollegen haben schon ganz ähnliche Erfahrungen mit älteren Leuten gemacht. Auch wenn diese vielleicht der Meinung sind, das Sie noch „Sicher“ ein PKW fahren können, so muss diese Sicherheit nicht zwangsläufig auch für den Restlichen Verkehr gelten.

Im Alter kommen nun mal die Körperlichen Defiziete. Sehstärke lässt nach, man kann sich nicht mehr so gut bewegen / drehen, das man den ganzen Verkehr im Blickfeld hat, die Reaktionsgeschwindigkeit lässt nach, etc.

Alles Dinge die man braucht, um für sich und andere keine „größere“ Gefahr darzustellen.

Seitens der KFG hatten wir schon vor längerer Zeit gefordert, das auch ältere Verkehrsteilnehmer ab einem gewissen Alter, regelmäßig zu einer Ärztlichen Untersuchung müssten, um die Fahrtauglichkeit feststellen zu lassen.

Jeder LKW Fahrer egal welchen Alters, muss alle 5 Jahre zum Arzt um seine Fahrtauglichkeit feststellen zu lassen. Es ist dabei egal ob man erst 23 ist oder 70 Jahre alt ist.

Und jeder X-beliebige PKW Fahrer braucht dies nicht. Das muss definitiv geändert werden.

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