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Der Fahrer als Imageträger

So lautete der „Titel“ des gestrigen Moduls was ich für die Verlängerung meines Führerscheins machen musste.

Wer dieses Modul noch nicht gemacht hat, viel Spaß.

Das Modul ist ja eigentlich dafür gedacht, das man den Fahrern zeigt wie Sie sich zu benehmen haben, wie Sie rum laufen sollten etc.

Doch irgendwie fehlte mir dies gestern. Die gestriege Schulung wurde von der RUF durchgeführt und war eher mehr so eine Diskussionsrunde, wo die Fahrer dann eher sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe geschoben haben, was der andere doch bislang falsch gemacht haben könnte.

Ich sags mal so: Von den Anwesenden 25 Leutchen, waren darunter 3 Unternehmer (Ein Spediteur, ein Sägewerksbetreiber und ein Staplerfahrer der mit der Be und Entladung von LKW’s nichts zu tun hat), 4 Fahrer die mal Stückgut gefahren sind.

Der Rest der Anwesenden war entweder nur als Aushilfe beschäftigt oder schon seid X Jahren bei ein und der selben Spedition angestellt, welche ausser Agraprodukte ab und an mal Getränke fährt.

In meinem Blog habe ich ja an der einen oder anderen Stelle mal erwähnt das ich in meinen 17 Jahren als Berufskraftfahrer schon so manches gefahren habe, u.a. auch Stückgut, Anlieferung bei Zentrallagern etc.

In der Vorstellungsrunde wollter derjenige von der RUF wissen, was wir von diesem Seminar erwarten. Ich sagte Ihm, das ich nichts von diesem Seminar erwarte, da ich die Schuld für das schlechte Image der Fahrer nicht nur bei den Fahrern selber sehe, sondern auch beim Kunden, in der Öffentlichkeit und bei den Unternehmern selber sehe.

Und bis auf die 3 Unternehmer fehlten der Rest der Mitschuldigen. Das man nicht in einem Feinripp Unterhemd, Jogginghose und Aldislipper beim Kunden aufschlägt ist in meinen Augen selbstverständlich, ebenso das ich wenn mir was nicht passt, dies auch in einem „freundlichem“ Ton sage und mir von einem Kunden nicht alles gefallen lassen muss.

Dafür brauche ich keine Selbsthilfegruppe so wie diese Schulung von 7 Stunden.

Nun was solls, die gesamten 7 Stunden liefen also so ab, das wir von unseren Erfahrungen berichteten, einige Fahrer der Meinung waren das die Schuld für das Schlechte Image der Fahrer bei den Fahrern selber läge und halt mit den o.g. Schuldzuweisungen weiter machten. Vorwiegend waren es aber auch die, die alle paar Monate mal einen LKW von A nach B bewegten und vom Rest wie es nun mal draussen an den Lagern der Discountern oder bei manchen andern zu beliefernden Kunden aussieht, absolut keine Ahnung haben.

Ich will jetzt hier nicht näher auf den gestriegen Tag eingehen, aber eben dieses Modul, wie auch das Modul Ladungssicherung, welches nichts anderes ist als eine Verkaufsveranstalltung, halte ich für Vollkommen überflüssig, da Module wie das von gestern in keinster Weise zu Veränderungen führen werden.

Das man eben nicht in den oben schon erwähnten Klamotten irgendwo beim Kunden, in der Raststätte oder auf dem Autohof auftaucht ist klar und bedarf keines 7 Stündiges Moduls. Das kann man auch in einem anderen Modul irgendwo am Rande noch unterbringen.

Ich denke da gibt es wichtigere Sachen, die die Fahrer da draussen wissen sollten, z.b. Lenk und Ruhezeiten (wobei hier auch Arbeitgeber und Disponenten gesetzlich verpflichtet sein sollten Anwesend sein müssen), Notfallmanagment (Erste Hilfe) Eco Training.

Aber das gestern… Kann man streichen!

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Christian

Ich bin aktiver Berufskraftfahrer und kein Rechtsanwalt, auch wenn ich hier über Rechtliche Themen schreibe. Ich war in der Vergangenheit für eine Gewerkschaft auf Landesebene im Vorstand und als Betriebsratsvorsitzender bei einem Zeitarbeitsunternehmen im Ruhrgebiet tätig.

Auch wenn ich den Beruf selber erst seid Mitte der 1990er Jahre ausübe, so habe ich damit durch meinen alten Herrn schon mein ganzes Leben mit dieser Branche zu tun. Ich war sowohl im Internationalen Fernverkehr, sowie derzeit auch im Nahverkehr tätig.

Ich betreibe diesen Blog ausschließlich Just4Fun und vieles spiegelt lediglich meine Meinung wieder, die keiner gut finden muss oder soll! Selber zählen ich mich zu denen, die diesen Beruf nicht machen, weil Sie es müssen, sondern weil Sie es wollen. Auf Deutsch, es ist mein Traumjob.

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Der Fahrer als Imageträger

by Christian time to read: 5 min
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