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Traurig, traurig

BAG_KontrolleGlaubt man den Zahlen des Bundesamtes für Güterkraftverkehr, so konnten diese im Jahre 2012, so wurden rund 1100 mehr Deutsche Fahrzeuge beim bescheißen erwischt, als Ausländische.

Das BAG gibt an, bei Kontrollen die letztes Jahr (2012) durchgeführt wurden, 21.900 Deutsche und 20.800 Ausländische Fahrzeuge bei Verstößen gegen die Lenk und Ruhezeiten erwischt zu haben und das, obwohl immer nur die letzten 28 Tage überprüft wurden. Allerdings wurden meistens auch gleich mehrere Verstöße pro Fahrzeug festgestellt.

Was aber für machen erstaunlich sein mag: Die Osteuropäer fielen verhältnismäßig wenig auf. Allerdings muss man leider sagen, das laut dem Bericht bei eurotransport.de die Art der einzelnen Verstöße nicht aufgeschlüsselt ist.

Bei den Tachomanipulationen sind nicht nur Verstöße gegen die LuRz oder Manipulation durch Magneten aufgefallen, sondern der deutlich Höhere Teil war auch das Fahren ohne, oder falscher Fahrerkarte (etwa vom Disponenten). Aber auch das verbotene Rausnehmen der Karte beim Be- oder Entladen sei mittlerweile Arbeitsalltag.

Das die Anweisungen zum rausnehmen der Karte vom Disponenten oder Chef kommen, wissen wir. Doch was ich nicht verstehe, warum die Fahrer das machen? Der Fahrer ist hinterher der gelackmeierte nicht der Arbeitgeber.

Was die Verstöße ansich anbelangt, so reden sich viele Unternehmer damit raus, das man sich ja wegen dem Ausländischen Konkurenzdruck was einfallen lassen muss. Das es nicht nur schwarze Scharfe gibt, sondern auch Arbeitgeber die auf „ehrliche“ Art und Weise Geld verdienen können, sei hier auch erwähnt.

Und der Fahrer….? Klar, als Fahrer und Familienvater kann ich es verstehen, das man Freitags nach Hause will. Doch wegen eventuell 1 – 2 Stunden mehr Wochenende gleich die dicke Strafe riskieren?

Das geht mir Persönlich nicht in den Kopf.

Quelle: Eurotransport.de

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Christian

Ich bin aktiver Berufskraftfahrer und kein Rechtsanwalt, auch wenn ich hier über Rechtliche Themen schreibe. Ich war in der Vergangenheit für eine Gewerkschaft auf Landesebene im Vorstand und als Betriebsratsvorsitzender bei einem Zeitarbeitsunternehmen im Ruhrgebiet tätig.

Auch wenn ich den Beruf selber erst seid Mitte der 1990er Jahre ausübe, so habe ich damit durch meinen alten Herrn schon mein ganzes Leben mit dieser Branche zu tun. Ich war sowohl im Internationalen Fernverkehr, sowie derzeit auch im Nahverkehr tätig.

Ich betreibe diesen Blog ausschließlich Just4Fun und vieles spiegelt lediglich meine Meinung wieder, die keiner gut finden muss oder soll! Selber zählen ich mich zu denen, die diesen Beruf nicht machen, weil Sie es müssen, sondern weil Sie es wollen. Auf Deutsch, es ist mein Traumjob.

Ein Gedanke zu „Traurig, traurig

  • 29. März 2013 um 17:54
    Permalink

    Das ist mit der Grund, warum ich auf Fernverkehr gar keinen Bock mehr habe.

    Auch wenn schon seit geraumer Zeit meine zwölf Stunden Arbeitsschicht zusammenbekomme im Nahverkehr, aber ich kann dafür wenigstens im eigenem Bett schlafen. Das jeden Tag und die Bezahlung ist für den Nahverkehr sogar noch verdammt gut, sogar noch besser als manche, die hier in der Region für weniger Geld (brutto!) int. Fernverkehr anbieten (europaweit) mit 4 oder noch mehr Wochen an Abwesenheit von zu Hause. Selbstverständlich ohne Spesen zu bezahlen (kann man sich ja übers Finanzamt anrechnen lassen bei der Steuererklärung), geschweige denn Weihnachts- und Urlaubsgeld.

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Traurig, traurig

by Christian time to read: 2 min
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