Mal was zum Nachdenken

Alle die, die meinen, Hetzkampagnen gegen uns Kraftfahrer anheizen zu müssen, sei folgendes gesagt:
Ein LKW fährt auf einer Autobahn mit ca. 85 km/h, beladen mit 25t von Irgendwas, Gesamtgewicht 40.000kg, er nähert sich einer Abfahrt! PKW-Fahrer wollen aber UNBEDINGT noch vor dem Lkw reinziehen, um dann die Ausfahrt zu nehmen! Natürlich bremst der PKW-Fahrer, der ein Gesamtgewicht von, na sagen wir mal, 2 t hat, schon auf der rechten Spur ab, da er ja in der Ausfahrt abfliegen würde!

Der LKW-Fahrer muss nun Folgendes machen: Situation erfassen, in den Spiegel schauen ob nicht irgendeiner hinter ihm ist, reagieren, bremsen und ausweichen! Das alles passiert in Bruchteilen einer Sekunde!
Zum Vergleich: Sie laufen mit einem Zentner Kartoffeln auf dem Rücken, zügigen Schrittes über den Bürgersteig, plötzlich taucht 3 Meter vor Ihnen ihre Tochter, oder Ihr Sohn auf! Sie müssen die Situation erkennen, reagieren und natürlich die Kartoffeln nicht verlieren, und das in Bruchteilen von Sekunden um einen Zusammenstoß mit ihrem Kind und den daraus resultierenden Verletzungen vermeiden! GLAUBEN SIE, SIE SCHAFFEN DAS??? Wahrscheinlich nicht!
Deswegen sollten vielleicht einige mal überlegen, was sie für einen Blödsinn erzählen und sich einfach mal an die eigene Nase fassen!

Genauso wie beim überholen: Durch das hinterherfahren haben Sie 1-2 Minuten Ihrer kostbaren Zeit verloren, hupen uns aus, zeigen uns diverse Finger und fahren davon, nach Hause, wo Ihre Frau mit dem leckeren Abendessen wartet und wahrscheinlich noch eine Flasche guten Rotwein auf dem Tisch steht. Sie genießen den Feierabend, und meckern ZUHAUSE bei Ihrer Frau über die „blöden“ LKW-Fahrer! Der Fahrer allerdings macht Feierabend, vielleicht auf einem Parkplatz, ohne WC, ohne Dusche, ohne Frau, hunderte Kilometer von Zuhause weg und hat heute den Braten geliefert, den Ihre Frau Ihnen heute zu essen gemacht hat! Er ist froh, einen weiteren Tag auf der Straße überlebt zu haben!

Wie gesagt, es gibt in jedem Job Ausnamen, nur sollte man bedenken, das dies Einzelfälle sind, und der große Teil sich anständig im Straßenverkehr benimmt! Natürlich wird über negative Erfahrungen 10mal mehr berichtet, als über Gute!

Auch wenn es den Hassern unseres Berufes schwer fallen wird, grüßen Sie doch einfach mal einen LKW-Fahrer, und zeigen Sie, dass Sie seinen Job respektieren und seine Arbeit schätzen!
Wir sind der Kraftstoff der Wirtschaft, der alles in der Industrie aufrecht erhält, auch Ihren Job, Ihr Auto, Ihr Essen, Ihre Kleider, Ihr Benzin und alles was Sie sonst noch besitzen wurde irgendwann mal von einem Lkw transportiert! Dessen sollten Sie sich stets bewusst sein! Einfach mal drüber nachdenken, bevor Sie das nächste mal unqualifizierte Kommentare von sich geben!

MfG!

(gelesen, für gut befunden und kopiert)

 

Das Urheberrecht dieses Textes liegt bei Bernd Klomfass von „Fair im Verkehr“

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3 Kommentare

  1. Ich bin froh über jeden einzelnen LKW-Fahrer der seinen Beruf gerne macht und sich seiner Verantwortung bewusst ist. Mag vielleicht daran liegen dass mein Mann selbst LKW fährt, aber seis drum.

    Sicher wird kein anderer Beruf ständig so negativ dargestellt wie der eines Berufkraftfahrers. Nachvollziehen kann ich dieses aber nicht. Natürlich gibt es überall schwarze Schafe, aber das ist kein Grund alle über einen Kamm zu scheren oder nur die negtiven Dinge aufzugreifen und darüber zu berichten. Klar dass so viele PKW-Lenker einen Groll auf die LKW'S haben, wird ja auch im Radio immer nur gesagt "LKW hat seine Ladung verloren" oder "Sekundenschlaf fordert 2 Tote". Sollte man sich mal Gedanken machen warum das so ist. Würde das Radio auch mal durchgeben wie viele Fahrer wohlbehalten auf den Platz zurückgekehrt sind oder sicher auf einem Parkplatz stehen (gleich das nächste Problem wo sich mal wieder kaum einer für interessiert) würden die meisten wohl genervt abschalten.

    Die Transportbranche ist ein hartes Geschäft und wir sollten alle froh sein dass es trotzdem noch Menschen gibt, die für einen viel zu geringen Lohn arbeiten gehen und jeden Tag ihr Leben riskieren um uns unseres angenehner zu machen.

    Statt sich über ein "Elefefantenrennen" aufzuregen sollte man mal darüber nachdenken wie schwer die Fahrer es haben. Der Spediteur hetzt, der Kunde wartet und die Straßen sind voll.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Danke liebe Fahrer für jeden einzelnen Tag an dem ihr euren Beruf ausübt. Danke.

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