Das BAG ist überfordert

Foto: Karl-Heinz Laube  / pixelio.de
Foto: Karl-Heinz Laube / pixelio.de

Gestern am 03.11.2013 brachte der WDR im Rahmen der Sendung WESTPOL einen Beitrag über die überfüllten Rastplätze und die damit zwangsläufig verbundenen und auch geduldeten Verstöße gegen Artikel 8 Abs. 8 der VO 591/2006/EG:

(8) Sofern sich ein Fahrer hierfür entscheidet, können nicht
am Standort eingelegte tägliche Ruhezeiten und reduzierte
wöchentliche Ruhezeiten im Fahrzeug verbracht werden,
sofern das Fahrzeug über geeignete Schlafmöglichkeiten für
jeden Fahrer verfügt und nicht fährt.

Auch wenn es hier nicht steht, besagt dieser Artikel das das Verbringen der Wöchentlichen Ruhezeit im LKW zwar erlaubt ist, dieses aber als verkürzte Wochenruhezeit gezählt wird. Und dies ist nur alle 14 Tage erlaubt.

Im Rahmen dieses Beitrages wurde durch einen Sprecher (Herr Hans-Gerhard Pernutz) des BAG’s bekannt, das die Behörde mit den Kontrollen überfordert sei.

Es mag sein, das das BAG mit den Kontrollen überfordert sei, doch ich selber habe in den 18 Jahren die ich jetzt diesen Beruf des Kraftfahrers ausübe, nicht einmal gesehen, das das BAG entweder Nachts oder gar am Wochenende kontrollieren. Mag sein, das ich bislang immer das Pech hatte, dies nicht beobachten zu können, doch wenn man mit etwas überfordert ist, kann man da entgegen wirken.

BAG Fahrzeug für Mautkontrolle
BAG Fahrzeug für Mautkontrolle

Entweder man stellt mehr Personal ein (dafür fehlt es scheinbar an Mitteln), oder man bindet andere Behörden wie Polizei, Zoll oder auch die Bundespolizei stärker mit ein.

In Belgien zeigte der Beitrag einen Polizisten der auch am Wochenende kontrollen durchführt. Sein gefundener Rekord liegt bei 4 Monaten die der Fahrer in der Kabine verbracht hat. Den Fahrer der dort im Beitrag kontrolliert wurde, war seid 2 Monaten in der Kabine. Strafe: Lächerliche 200 €.

Solche Strafen werden von den Spediteuren schon mit einkalkuliert und hier in Deutschland interessiert es keinen.

Ich konnte mich mal mit einem Russischen Fahrer (der gut und verständlich Deutsch sprach) unterhalten. Er selber war zu dem Zeitpunkt schon seid 6 Monaten von zu Hause weg und hatte noch 4 Monate vor sich, damit er über Weihnachten bei der Familie eine Woche verbringen kann.

Weihnachten scheint bei den Osteuropäischen Fahrern wohl das Magische Ziel zu sein. Wird ja auch im Beitrag erwähnt. Ebenso ist es Gang und Gebe, das Osteuropäische Speditionen jungen Fahrern erlauben Ihre Freundin / Frau mit zu nehmen. Hauptsache der LKW rollt.

 

Es ist schon lange überfällig das hier was passiert. Doch eine Besserung ist nicht in Sicht. Da setzt man lieber auf eine „überforderte“ Behörde die eh nichts auf die Reihe bekommt.

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