Fuhrmanns Eid

Ich habe diesen Fuhrmanns Eid, er aus dem Jahre 1691 stammt, zwar schon auf der Facebook Seite dieses Blogs gepostet und Daniela war so frei und hat Ihn auch schon mal in Ihrem Blog veröffentlicht.

Doch auch hier darf dieser Eid nicht fehlen, denn wie ich es schon bei FB geschrieben habe, so erinnerte mich dieser Eid an ein mehr oder weniger Ernst gemeintes Gespräch (zumindest von meiner Seite her) mit dem Gründer der Initiative ProLKW, Andreas Jedamzik. Gut, ich hab Ihn wegen seiner „Ansicht“ das wir LKW Fahrer ja einen Ehrencodex, wie Ihn damals die Ritter im Mittelalter hatten, bräuchten, damals ausgelacht. Zum einen, weil die damaligen Fuhrmänner mit Rittern genauso viel gemeinsam hatten wie wir heute mit den oberen 10.000, zum anderen weil es diesen „Codex“ schon seid Jahrhunderten gab. Man müsse sich einfach nur mal wieder daran halten.

So und damit auch jeder nun weiß wovon ich rede, hier ist der Fuhrmanns Eid:

Fuhrmanns_Eid

Ich konnte es mir nicht nehmen, diesen Schwur aufgrund seines Alters, nicht nur Grafisch, sondern auch der Schrift entsprechend anzupassen. Da nicht jeder diese Schrift lesen kann, hier die „Übersetzung“:
Ich schwöre einen Eid zu Gott,

dass ich das Gut,

das mir zu fahren aufgeladen wird,

für billigmäßige Belohnung dahin fahren,

treulich verwahren und redlich überliefern will,

kein Stück verfahren oder irgend anderswo

hinbringen als mir aufgegeben ist,

was mir etwa an Geld und Wechseln

zurück zubringen gereicht wird,

aufrichtig und ohne einzige Hinterhaltung

überreichen und mich in allen so betragen will,

wie einem redlichen, aufrichtigen

und getreuem Fuhrmann gebührt.

ANNO 1691

 

Dieser Eid wurde von den Fuhrleuten vor den Zunftherren abgelegt, bevor sie Waren übernehmen durften.

In diesem Sinne Herr Jedamzik, wie Sie auch hier sehen können: Einen „neuen“ Ehrencodex brauchen wir gar nicht.

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