Mindestlohn – Osteuropäer jammern

Der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro gilt nun schon ein paar Tage. Das dieser nicht übernacht eingeführt wurde, ist hinlänglich bekannt. Doch die Osteuropäischen Spediteure scheint es ja eiskalt erwischt zu haben. Ja nee is klar…..

Der Mindestlohn von 8,50 € gilt für fast alle. Auch für LKW Fahrer die sich lediglich im Transit, also auf der Durchreise befinden. So kann hier beispielsweise ein Tschechischer Fahrer der sonst nur um die 250€ im Monat verdient, diese schon fast an einem Tag verdienen. D.h. Osteuropäische Unternehmen müssen Ihren Fahrern diese 8,50€ ebenfalls zahlen.

Und hier fängt das geheule an. Denn, wie wir alle wissen, sind die Osteuropäischen Spediteure in der Lage, locker unter die Frachtpreise eines Deutschen Fuhrunternehmens zu kloppen. Schon alleine deswegen, weil es die Wirtschaftlichen Verhältnisse in diesen Ländern ermöglichen.

Wenn man bedenkt, das der Mindestlohn in Tschechien beispielsweise rund 1,42€/h beträgt, die Fahrer erst nach X Wochen vielleicht mal nach Hause kommen, so ist es auf der einen Seite verständlich, das die Osteuropäischen Unternehmen das heulen anfangen, doch auf der anderen Seite haben deren für unsere Verhältnisse „Dumpinglöhne“ u.a. mit dafür gesorgt, das hier die Frachtpreise weiter in den Keller gerutscht sind.

Daher kann man es aus Deutscher Spediteurssicht nur begrüssen, das auch Ausländische Fahrer von Ihren Unternehmen den Mindestlohn von 8,50€ zu bekommen haben.

Ob das im Transit zwingend erforderlich ist, lassen wir mal dahin gestellt. Doch da hier zu Lande keinerlei Kabotagekontrollen durchgeführt werden, sollte weiterhin daran festgehalten werden, das die Osteuropäischen Fahrer wenigstens dann den Mindestlohn bekommen, wenn Sie weiterhin Wochenlang hier in Deutschland bleiben müssen.

Vielleicht werden dann auch endlich mal einige große Deutsche Logistiker wach wie etwa die mit den 3 Buchstaben. Wenn ich alle 4 Wochen täglich den gleichen Polnischen Fahrer sehe, wie er die Wechselbrücken von Niederlassung A zur Niederlassung B und wieder zurück bringt, kann man nur hoffen, das er auch von dieser Regelung profitiert.

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