Arbeitskleidung [UPDATE]

Da ich mich ja für einen absoluten Gegner der Jogginghose (so bequem diese auch sein mag) in der Öffentlichkeit halte, bin ich immer wieder auf der Suche nach Alternativen.
Das ganze soll hier auch kein Werbeartikel werden, sondern ich bin immer noch der Meinung das ein jeder Fahrer in Sachen Imageträger selber was machen muss. Und Jogginghosen passen da meiner Meinung nach absolut nicht ins Bild.

Nach längerer Zeit des Testens schreibe ich hier mal meine Alternativen auf. Was ein jeder daraus macht, ist jedem selber Überlassen. Wie immer mache ich keine Vorschriften darüber was jeder zu tragen hat.

Arbeitshosen müssen für mich gewisse Kriterien erfüllen.

  1. Der Tragekomfort muss passen
  2. Dürfen nicht so leicht reissen
  3. sollten schon was länger halten
  4. Preis darf nicht zu hoch sein
  5. Sollten schon zur PSA zählen können

Bei meinen Test’s bin ich immer wieder an einer Kategorie Hosen hängen geblieben. Die Cargohose.
Gründe dafür sind folgende:

  • Ausreichende Anzahl an Taschen
  • Hoher Tragekomfort da kein „Steifer“ Stoff
  • Leicht zu reinigen
  • Preis / Leistung passt je nach Anbieter

Als Anbieter No. 1 ist hier ganz klar Engelbert & Strauss zu nennen, wobei hier die Preise naja… etwas gehobener sind und die Haltbarkeit nicht gerade „Langfristig“ ist. Meine Cargohose aus der Emotion Reihe (Preis 62,95€ + Mwst.)  hat genau 6 Monate gehalten, dann ging im Schritt die erste Naht auf, und die äh „Sitzfläche“ war einen Monat später durch gescheuert.

Hinzu kommt, was aber bei allen Hosen der Fall ist, die extra Taschen für die Knie Polster. Gerade bei den Hosen von Engelbert & Strauss fallen dieses Recht, ähm…, dick aus. Allerdings gibt es auch Hosen, bei denen sind diese Taschen nicht vorhanden. Doch ob ein jeder in einer Orangen oder Signal gelben Hose rum laufen möchte, muss jeder für sich entscheiden.

Hosen in der Preiskategorie um 20 € herum hielten auch nicht länger, wobei man aber hier sagen kann, das die Hosen im Gegensatz zu den bereits erwähnten nicht so bequem waren.

Gute Erfahrungen habe ich bislang mit Hosen im Bereich von 25 € bis 50 € gemacht. Diese waren bequem, Haltbarkeit lies zwar auch zu wünschen übrig, doch 2 – 4 Hosen im Jahr (man braucht ja auch was zum wechseln) ist in der Mittleren Preiskategorie bei gut 35 € in meinen Augen noch zu vertreten.

Vor ein paar Tagen bin ich auf einen Anbieter gestoßen der verkauft die Cargohosen im Preisbereich von 25 – 28 Euro.

Ob die Hosen versprechen was Sie halten, wird sich zeigen. Die Hosen sind heute erst angekommen. Laut Beschreibung entsprechen die Hosen der PSA Kategorie 1.
Vom ersten Eindruck her… bequem ist die Hose schon mal….

Was ich aber prinzipiell sagen kann ist, das man auch in den Cargohosen den ganzen Tag Kilometer reißen kann.

Und ja ich weiß. Jogginghosen zählen mittlerweile zur „Szene“. Somit zur Freizeitkleidung. Bei der Arbeit jedoch haben diese „Szene Klamotten“ nicht nur in meinen Augen nichts zu suchen.

Es gab auch schon bei Facebook einen Spediteur, der sich bei der Suche nach einem Neuen Fahrer darüber Aufgeregt hat, das Leute in einer solchen Jogginghose zum Vorstellungsgespräch kommen. Auch da hat man ebenfalls mit solchen Hosen nichts zu suchen. Auch wenn vielleicht der eine oder andere der Meinung ist, das eine Jogginghose nichts über die Fähigkeiten des Fahrers aussagt, so bin ich der Meinung das ein guter Fahrer weiß was sich gehört. Dazu zählt auch, das er weiß wie man bei einem Vorstellungsgespräch auf zu tauchen hat. Damit meine ich jetzt nicht, das man da im Anzug erscheint, aber eine Saubere Jeans, ein sauberes Hemd, Pullover, Sweatshirt oder T-Shirt sollten da schon drin sein.

Bei meinen Vorstellungsgesprächen die ich letztes Jahr immer hatte, habe ich diese während der Arbeitszeit erledigen können, da die Firmen immer auf dem Weg lagen. Auch da bin ich in Sauberen Arbeitsklamotten und auch mit dem LKW auf dem Hof des neuen Arbeitgebers gefahren. Aber niemals in schmuddeligen Sachen oder gar einer Jogginghose!

 

UPDATE

Nun ein Jahr nachdem ich die Hosen bei Reschke gekauft habe, muss ich feststellen das ich positiv überrascht bin. Im Gegensatz zu der Hose von Engelbert & Strauss halten diese Hosen trotz des deutlich geringeren Preises immer noch und zeigen trotz des täglichen Tragens keine Abnutzungserscheinungen. Wie gesagt, bei der Hose von Engelbert & Strauss war die Sitzfläche am Hintern nach einem halben Jahr durchgescheuert. Hier… NIX!

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6 Kommentare

  1. gut beschrieben, Christian, denn welcher normale Bürger läuft auf der BAB Raststätte überhaupt Trainingshosen herum !?
    Früher .. bis 1974 – denn da wurde die LKW Zulassung mit der Transportgenehmigung von einander getrennt – waren die letzten "Kapitäne der Landstraße mehr oder weniger optisch von der Bildflächen verschwunden. Vereinzelt konnte man die alten Kapitäne noch in den "Werks-Spedition" antreffen. Die Kapitäne hatten entweder Knickerbocker oder Manchester Hosen an, die immer ordentlich sauber waren. Einen bestimmten dunkelblauen Pullover und eine Doppelreihen geköpfte Lederjacke oder graue Jacke. Einige die besonders Wert auf ihr Äßeres legten, hatten einen grauen fein-gerippten Anzug an. Alle hatten natürlich immer – nur im Bett nicht – ihre Kapitän-Mütze auf, da sie bekannter maßen ja "Im Dienst" waren. Damals waren bis Anfang der 1970ger Jahre, die Kapitäne der Landstraße noch richtig "Stolz" auf ihren Beruf, der eigentlich bis zum Jahr 2001 auch kein echter Beruf gewesen war. Du kannst noch die letzten Alten Kapitäne noch im Film "Die Fernfahrer" sehen, wie sie die mit Stolz ihre alte Fernfahrer-Kluft tragen, die aus Lederstiefel, einer Zweireiher Jacke, der feinen Knickerbocker Manchester-Hose und einer Kapitäns-Mütze bestand.

    Von Anfang der 1970ger Jahre bis ungefähr zum Jahr 1980, setzte sich der unbekannte Niemand oder der Jedermann – der eben mal Fernfahrer spielen wollte und von der Fahrschule der Nation kam – durch, denn er war Optisch nicht mehr von einem normalen Bürger zu unterscheiden. Natürlich war ein Teil der fahrgeilen Jungs im Unterschied teil in der Sauberkeit der Klamotten, die er anhatte, zu erkennen.

    Dann kam Angesichts der öffentlichen Meinung eine Wende in der Fernfahrer-Optik, indem die LKW als Behinderer bzw. Störfaktor bezeichnet wurden, flüchteten sich viele Fernfahrer ab dem Trucker-Film Convoy (1978) in eine Traumwelt der amerikanischen „Trucker-Romantik“, wo Sie sich unter ihresgleichen besser verstanden. In den 1980ger Jahren löste ein Trucker-Festival das nächste ab und Trucker-Clubs, Truck-Grand-Prix sowie Truck Trial entstanden, so das dadurch überall dieses Traumwelt-Denken noch mehr als „Made in USA“ geschürt wurde[61]. Für die alten Fernfahrer-Film-Geschichten, wie „Nachts auf den Straßen“, „Die Fernfahrer“ oder „Auf Achse“ hatten viele nur ein müdes Lächeln übrig und hatten verwaschende Jeans, bunte T-Shirts und Holzgaloschen (Clogs) an, wobei auch einige Truck-Driver Typen, einen äußerst ambivalenten subkulturellen Bezug zum Beruf herstellten und sich als „Asphalt Cowboys” oder “Highway Helden“ verklärten. Der Rest ist dir ja selbst bekannt.

    Ich hatte immer ein richtiges sauberes Hemd an, eine saubere Jeans, normale Schuhe oder Sandalen, saubere Hände und immer gut rasiert. usw. Ich war von Italien kommend in der Rastätte "Fürholzen" (hinter München ri Nürnberg) am Frühstücken. Eine Familie mit zwei Kindern, die aus dem Italien-Urlaub kam, setzte sich zu mir höflich fragen an den Tisch. Im Gespräch fragten sie mich was ich von Beruf machte. Ich sagte ihnen, das ich ein "Internationaler Logistische Transportoperateur" bin und auch grade aus Italien komme. Was ist das denn für ein Beruf fragten sie. Ich erklärte ihnen, das hat etwas mit Logistik im Transportwesen auf der Straße zu tun und bedeutet ein direktes "planen, gestalten und umsetzen" von Waren die dringend auch international gebraucht werden. Dazu gehören Güter aller Art. Sie meinten, dass das ja ein wirklich interessanter und abwechslungsreicher Job wäre und ich dabei ja auch überall herumkomme wo andere viel Geld für den Urlaub bezahlen müssten. Ja, sagte ich, das stimmt und ich mache das auch noch mit einem anderen Kollegen im "Job Sharing" System, so das ich nur 15 Tage im Monat unterwegs bin. Toll meinten die, das es so einen Beruf gibt und dann nur nen halben Monat arbeiten, davon haben sie noch nie gehört. Nach dem ich mich verabschiedet hatte, zum LKW ging und grade ins Fahrerhaus einsteigen wollte, fuhr die Familie an mir mit dem PKW vorbei. Die haben vileicht mal große Augen gemacht, wo sie sahen, das ich nur ein normaler LKW-Fahrer gewesen war.
    Trotzdem hat von dem, was ich ihnen so erzählt hatte auch wirklich alles der Wahrheit entsprochen, den sie konnten optisch wegen den Klamotten in mir kein Fernfahrer erkennen.

    Dein Artikel wegen den Klamotten, wären nur im Nahverkehr mit einen direkten Inhalt im Arbeitsvertrag – wobei auch die Versicherung und Haftung beinhaltet ist – ein Aspekt, der allerdings hauptsächlich etwas mit der UVV und der BGV zu tun hat.

    1. Hi Gregor,

      von Otto Normal Bürger laufen, gerade was die „jüngere“ Generation anbelangt, sehr viele in Jogginghosen rum. Achte mal drauf 😀

      Was die Fahrer anbelangt, so ist diese auch noch leider weit verbreitet. Angeblich wegen der Bequemlichkeit.
      Das man dadurch aber leider wie der letzte Penner rumläuft scheint vielen nicht bewusst zu sein. Ja es ist meine Meinung. Aber damit bin ich nicht alleine. 😀

  2. nun .. dann würde ich ja sagen, das die BKF dem Otto Normal Bürger, die Jogginghose auf der BAB Raststätte abgeschaut haben. Damit können wir nun den Bürger und den BKF ja gleich behandeln 🙂
    Dann stellt sich trotzdem immer die Frage:

    Wer ist das denn ?!

    So wie man sich gibt – so wird man eingeschätzt.
    So wie man sich anzieht – so wird man angesehen.
    So wie man sich benimmt – so wird man behandelt. ®

  3. Jeder Berufsstand sollte neben der Berufskleidung auch ein wenig Ehre haben. Ein Schornsteinfeger geht nunmal in Schwarz, und ist meistens auch ein wenig dreckig. Der Berufsstand der LKW Fahrer macht da nicht unbedingt gut von sich reden, was die Kleidung seiner Mitglieder angeht

  4. Es stimmt zwar, dass Qualität ihren Preis hat. Aber bei Arbeitskleidung kann manchmal auch „Günstiges“ lange halten und nciht durchscheuern. Beim Kauf von Sicherheitsschuhen beispielsweise würde ich auf die Klassifizierung achten. Sind sie zertifiziert nach Klasse S1 oder S3 muss auch dran sein, was der GEsetzgeber hierfür vorschreibt.

    1. Bei Arbeitshosen mag das stimmen aber bei Sicherheitsschuhen sollte man vorsichtig sein.

      Auch bei derselben Sicherheitsklasse (z.B. S2) gibt es je nach Hersteller große Unterschiede bei Bequemlichkeit, Ergonomie und bei der Haltbarkeit.

      Der Gesetzgeber schreibt ja bzw. nur vor, dass die Zehenschutzkappe einer Stoßwirkung von 200 Joule standhalten muss. Wenn dann aber innerhalb von zwei Wochen das Obermaterial oder die Sohle total verschlissen sind oder du krasse Fußschmerzen hast, fällt das nicht unter die gesetzlichen Vorgaben.

      Seitdem ich bei den S3 Sicherheitsschuhen aus dem Baumarkt mal böse reingefallen bin -Fußschmerzen und aufgescheuerte Zehen lange nach der üblichen Eingewöhnungsphase- bin ich deshalb lieber auf die hochpreisigeren Varianten umgestiegen.

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