Ich habe gedacht…

DSC_0043 (1)„Ich habe gedacht, ich komme noch vorher…“ Diesen Satz hörte ich heute morgen von dem PKW Fahrer der mir um halb 6 auf der A2 in der Baustelle bei Bergkamen in den LKW gefahren ist.

Was man auf dem Bild etwas schlecht erkennen kann, Tür hinten verbeult, Kotflügel hinten „plan“ gebörtelt, eventuell hat der Radlauf hinten auch noch was abbekommen. All das nur, weil er gedacht hat, er kann sich noch vor mir rein mogeln. Doch leider, wie so oft, wurde auch hier die Geschwindigkeit (erlaubte 80 km/h) unterschätzt.

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Alleine schon beim ersten drüber gucken, ein geschätzter Schaden von rund 2.500€ am LKW. Und das ist nur der Kotflügel und die Verspoilerung.

Wer jetzt denkt, das ich hier über die „Dummheit“ des PKW Fahrers lästere, der ist hier leider falsch. Ich denke, nach diesem Unfall wird er sich das nächste mal 2x überlegen, ob er denkt, das er noch vorher kommt.

Es geht mir eher darum, das leider viele PKW Fahrer so denken. Ich komm da noch vorher, da passiert nichts. Doch vielleicht geht es 99x Gut, beim 100 Male knallt es dann. Dabei lässt sich das ganze vermeiden. Und das streßfrei für beide Seiten.

Die Sache ist einfach. Alleine schon das falsche Denken, das man noch eben vor dem LKW her kommt einstellen. Gerade das mal eben noch vorher, bedeutet den Streß für beide Seiten. Für den PKW Fahrer in dem er alles dran setzt seinen Plan in die Tat um jeden Preis umzusetzen und für den LKW Fahrer in dem er verhindern muss, das der Plan unerwünschte Folgen, wie etwa den Unfall zu vermeiden.

Zumal solche Vorhaben oftmals einen Rattenschwanz haben, dessen Länge sich im Vorfeld nicht messen lassen. Die günstige Folge von solchen gedachten Ideen sind Staus. Gerade in Baustellen. Einer bremst und alle anderen die Nachfolgen müssen dies dann auch. Die Folge: Stau.

Der schlimmste Fall: Vollsperrung, wegen Unfall.

Nun bei dem heutigen Unfall ist es noch glücklicherweise glimpflich ausgegangen. Nur Blechschaden. Das ist zwar ärgerlich, aber besser als Personenschaden. Doch viele Unfälle zeigen, das es auch anders ausgehen kann.

Darum ist ein Miteinander, auch wenn es bislang noch ein Wunschdenken ist, immer besser. Mehr Abstand, mehr Rücksichtnahme und schon lassen sich Staus und Unfälle auf ein Minimum verringern. Ganz ausschließen kann man Sie nicht, aber zumindest reduzieren.

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