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Ein Tag im größten LKW Werk Europas

Kundencenter_1
Eingangsbereich des Kundencenters in Wörth

Donnerstag war ich bei Mercedes in Wörth einen neuen LKW abholen. Gut das haben andere auch schon, doch wer schreibt schon darüber?

Die Eindrücke die ich dort sammeln konnte, waren massig. Der Aufenthalt dort einfach nur Klasse, wobei ich es schade fand, das man bei der Werksbesichtigung keine Bilder machen konnte. Gut, das ist auch verständlich.

Links die Anmeldung für die Fahrzeugübernahme, Rechts der Fahrershop
Links die Anmeldung für die Fahrzeugübernahme, Rechts der Fahrershop

Morgens um 4 Uhr ging es von Brilon mit einem PKW los Richtung Wörth. Gegen halb 8 waren wir dann vor Ort. Nach dem Anmelden und Bestätigung der Reservierungen für die 4 Stündige Fahrerschulung und die Werksbesichtigung, gabs dann auch schon den ersten Kaffee auf „Kosten des Hauses“. 😀 Wer die Tage auch nach Wörth kann, Vorsicht vor dem Kaffee. Der ist richtig heiß!

Um 8 ging dann die 4 Stündige Fahrerschulung los, in der die Fahrzeuge der „Großen Kinder“ erklärt wurden. Also alles ab Antos aufwärts, wobei sich die Fahrzeuge in der Bedienung nicht wirklich unterscheiden. Zumindest wenn man den Atego mal weg lässt. Hauptaugenmerk bei dieser Fahrerschulung war logischerweise das Wirtschaftliche Fahren und wie man das mit den Fahrzeugen „theoretisch“ erreichen kann. Theoretisch deswegen, sofern es der Verkehr und vor allem auch der Fahrer zulässt. Ecoroll wurde ausführlich erklärt und auch die Funktionsweise von Predictive Powertrain ControlPPC (ich persönlich fahre nur damit) was nichts anderes bedeutet, das der Tempomat mit GPS ausgestattet wurde und anhand eines Navigationsgerätes weiß wo sich der LKW gerade befindet. In diesem Navigationsgerät sind rund 300.000 km Autobahn und Bundesstraßen aus ganz Europa gespeichert, so das das Auto erkennt ob in den nächsten 2km ein Berg kommt oder ein Gefälle. Je nach dem was kommt, wird vor dem Berg ein Gang runtergeschaltet und mit Schwung in den Berg rein gefahren, oder im Falle eines Gefälles, in den EcoRoll Betrieb gewechselt. Doch ich will nicht zu sehr in die Technik eingehen, denn die Fahrer sollten selber so eine Schulung besuchen. Es bringt mehr, wenn der Fahrer sein Fahrzeug erklärt bekommt.

Eingangsbereich des Bistros
Eingangsbereich des Bistros
Aussenbereich des Bistros
Außenbereich des Bistros

Zwischendurch gab es natürlich auch die eine oder andere Pause. Sowohl das Reichhaltige Angebot während des Frühstücks als auch das Mittagessen gingen nicht nur aufs Haus, es war auch richtig lecker. Hier noch mal mein Lob an den Koch und seine Crew 🙂

Im Anschluss an das Mittagessen, begann die 1 Stündige Werksbesichtigung. Hier konnten wir leider keine Fotos machen, was auch aus verschiedenen Gründen nachvollziehbar ist. Das Werk in Wörth ist das ca. 3 km² großes GeländeGrößte Werk in Europa was LKW’s baut. Die Stückzahlen belaufen sich auf rund 420 Fahrzeuge pro Tag. Und wer glaubt, das die alten Modellreihen wie der MP3 nicht mehr gebaut werden, den muss ich dann man entäuschen. Selbst der MP3 wird noch gebaut. Allerdings nur für den Export in Ländern, die noch keine Euro 5 oder wie in Europa die Euro 6 Norm haben. Afrika z.b. hat nur Euro 3. Wie man uns bei der Werksbesichtigung sagte, würde der Neue Actros da unten aufgrund seiner Euro 6 Norm gar keine Zulassung erhalten. Selbst wenn das kein Hinderniss wäre, würde der Qualitativ Schlechtere Diesel in Afrika einen reibungslosen Betrieb eines Euro 6 Fahrzeuges nicht gewährleisten.

Noch schnell ein Foto machen mit den Fahrzeugen die wir abgeholt haben.
Noch schnell ein Foto machen mit den Fahrzeugen die wir abgeholt haben.

Warnweste_MBNach der Werksbesichtigung ging es dann zurück zum Kundencenter, wo ich dann gegen 15 Uhr das Fahrzeug übernehmen konnte, mit dem ich wieder nach Brilon zurück fahren konnte. Bei der Fahrzeugübergabe steht ein Mitarbeiter von Mercedes bereit, der bei noch eventuelle Fragen, die während der Fahrerschulung nicht beantwortet werden konnten, Rede und Antwort steht.

 

Fazit des Tages

Es hat sich wirklich gelohnt, das Werk in Wörth zu besuchen und dort den LKW als Fahrer selber ab zu holen. Nicht nur weil es nach der Teilnahme an der Fahrerschulung eines von 4 Geschenken gab (Jacke, Tasche, Fliesdecke, Badetuch), sondern auch weil hier der Fahrer gleich schon vor der ersten Fahrt sein Fahrzeug bis ins kleinste Detail erklärt bekommt. Das hat nicht nur Vorteile für den Fahrer (wer liest sich schon das doofe Handbuch durch?!), sondern auch Vorteile für den Unternehmer. Denn ein auf das Fahrzeug geschulter Fahrer kann wirtschaftlicher fahren als ein Ungeschulter. Kann auch nur dann, wenn der Fahrer das will. Auch wenn ich schon seit 2 Jahren den New Actros fahre und auch für das Fahrzeug schon eine Eco Schulung mitgemacht habe, habe ich in Wörth auch noch das eine und andere neue Erfahren können. Ich kann nur Empfehlen, lasst eure Fahrer die Fahrzeuge selber ab Werk abholen. Egal welche Marke man fährt. Es lohnt sich.

Zum Schluss möchte ich mich noch bei den Mitarbeitern in Wörth für den Tollen Tag und den Service bedanken. Ich hoffe ich war nicht zu nervig mit meinen Fragen 😀

 

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Christian

Ich bin aktiver Berufskraftfahrer und kein Rechtsanwalt, auch wenn ich hier über Rechtliche Themen schreibe. Ich war in der Vergangenheit für eine Gewerkschaft auf Landesebene im Vorstand und als Betriebsratsvorsitzender bei einem Zeitarbeitsunternehmen im Ruhrgebiet tätig.

Auch wenn ich den Beruf selber erst seid Mitte der 1990er Jahre ausübe, so habe ich damit durch meinen alten Herrn schon mein ganzes Leben mit dieser Branche zu tun. Ich war sowohl im Internationalen Fernverkehr, sowie derzeit auch im Nahverkehr tätig.

Ich betreibe diesen Blog ausschließlich Just4Fun und vieles spiegelt lediglich meine Meinung wieder, die keiner gut finden muss oder soll! Selber zählen ich mich zu denen, die diesen Beruf nicht machen, weil Sie es müssen, sondern weil Sie es wollen. Auf Deutsch, es ist mein Traumjob.

2 Gedanken zu „Ein Tag im größten LKW Werk Europas

  • 4. April 2016 um 14:13
    Permalink

    Die möglichkeit einer Einschulung auf das neue Arbeitsgerät kann ich nur empfehlen. Zu meiner Zeit wurden die Zugmaschinen mit dem hintrlegen des Schlüssels über Telefon übergeben. Zum einlesen der Bedienungsanleitung war nicht die Zeit. Gewisse Vorteile wurden erst später bekannt. Bei der VEGA Trans kam ich oft in den Genuß, in die Werkshallen zu kommen. Volvo Gent, Daf Endhoven, Schmitz Cargobull, Renault Lyon,etc..waren dennoch die Produktionshallen verwährt und oftmals keine Zeit für Führungen. Umso beneidenswerter, wenn man die Chance wie Christian, eine richtige Führung zu bekommen.

    Antwort
    • 4. April 2016 um 18:56
      Permalink

      Naja gut. Es ist ja nun schon mein vierter New Actros. Allerdings war das die erste Intensive Schulung für das Auto.

      Ich fands geil und hoffe das ich im Herbst noch mal nach Wörth kann 😀 Mir fehlt noch die Tasche 😀

      Antwort

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Ein Tag im größten LKW Werk Europas

by Christian time to read: 7 min
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