Testfahrt auf dem Nürburgring

Neue Motorbremse für den Actros

Der Actros bekommt ein Bremsenupdate

Ein Tag vorm Truck Gran Prix wurde eine neue Motorbremse für den New Actros vorgestellt. Diese ist nicht nur leichter, sondern auch leistungsfähiger als die bisherigen Motorbremsen. Ich war zwar zu dieser Vorführung eingeladen worden, konnte allerdings aus Terminlichen Gründen nicht daran teilnehmen. Das hindert mich jedoch nicht daran, trotzdem darüber zu schreiben.

Dank der Euro 6 Norm, sind die Fahrzeuge schwerer geworden. Da ist es doch wünschenswert, wenn man hier und da ein paar Kilos einsparen kann. Gut. man könnte sich jetzt hier noch mit Allufelgen behelfen, aber ändert ja am Gesamtkonzept nichts.

Jacob Vehicle Systems HPD_engine viewHier greift die HPD ( High Power Density) Technologie der Firma Jacobs Vehicle Systems ein.

Êrreichten bisherige Motorbremsen Ihre volle Leistung bei 2100 U/min, bietet die HPD Technologie bei bereits 1400 U/min die 100% Leistung und sorgt dafür, dass der LKW um 175 kg leichter wird, da die Motorbremse direkt in den Motor integriert wurde. Ebenso sollen die Gesamtbetriebskosten durch die HPD Technologie um 3.500€ im Jahr sinken.

Um die Bremsleistung schon bei niedrigen Drehzahlen zu erreichen, nimmt man den Abgasdruck zu Hilfe. Hierzu wird der Gegendruck im Motor erhöht und die Abgasströmung beschränkt. Der erhöhte Gegendruck erzeugt so einen Widerstand gegenüber den Kolben, was die Kurbelwelle verlangsamt und die Geschwindigkeit des Fahrzeuges reguliert.

Neben der besseren Kontrolle bei abschüssiger Fahrt, verringert die Jacobs Auspuffbremse den Einsatz der Betriebsbremsen, verlängert deren Lebensdauer und senkt somit die Wartungskosten.

Hilko Schmitt, Business Development Manager Europe Jacobs Vehicle Systems, sagte dazu: „Die Mehrheit der europäischen Lkw benutzen noch hydraulische Dauerbremsen, deren Wirksamkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit abhängig ist. Die Fahrzeuge sind dadurch in der Regel 175 kg schwerer und haben eine entsprechend geringere Nutzlast.“

Fazit

Sollte diese Technologie in den nächsten Jahren in den Fahrzeugen Einzug halten, könnte dies zu mehr Sicherheit auch bei Fahrzeugen führen, die keinen Retarder haben. Gerade im Silobereich, wo es auf jedes „Gramm“ Ladung ankommt, fahren viele immer noch ohne Retarder in der Gegend rum. Und das auch mit Gefährlichen Gütern. Einfach nur um Gewicht zu sparen.

Mehr Infos dazu findet Ihr auf der Homepage der Firma Jacobs

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