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Wie unsere Behörden arbeiten…

Es hängt wohl davon ab an wen man gerät…

Gut, das ist klar. Jeder weiß es gibt solche und solche Beamten. Doch zum eigentlichen Thema.

Vor gut 2 Wochen habe ich beim Hochsauerlandkreis angerufen, nur um mal zu fragen, wie man eine Sondergenehmigung bekommt und was das kostet. Man hat mich dann an einen dafür nicht zuständigen Sachbearbeiter in Arnsberg verbunden.

Der gute Mann meinte aber dennoch mir helfen zu können, da er das mal früher gemacht hätte.

Ich habe ihm dann mal unsere Situation geschildert, dass es hin und wieder mal vorkommt, das wir aufgrund der Tourenplanung seitens eines großen Logistikers für den wir tätig sind, in einen Feiertag hineinfahren müssten.

Ob das Sinnig ist oder nicht, lassen wir mal dahin gestellt. Jedenfalls wollte ich wissen wie wir da, um weitere Behördliche Probleme zu vermeiden und unserem Kundenauftrag gerecht zu werden, eine Sondergenehmigung bekommen, das wir halt auf einem Feiertag mit einem Beladenen LKW fahren dürfen.

Nun ich glaube, dem Herrn scheint aufgrund dieser Frage eine „Sicherung“ kaputt gegangen zu sein, denn er war naja… leicht angepisst, als er mir klar und deutlich zu verstehen gab, das es bei der Stadt Arnsberg keine Sondergenehmigung für irgendwelche Transporte geben würde. Das wäre ja schließlich ungleicher Wettbewerb etc.

Selbst meine Einwände, das wir die einzigen seien, die eben keine Sondergenehmigung hätten und das es ja dann schließlich uns gegenüber unfair wäre, wenn die anderen Speditionen fahren dürften und wir nicht, halfen hierbei nicht. Auch meine Erklärung das wir bei der Silospedition wo ich bis vor ein paar Jahren gefahren haben eine Sondergenehmigung gehabt haben um die Kunden zu beliefern die das ganze Jahr durch produzieren, war für Ihn ebenfalls ein ungleicher Wettbewerb (egal ob alle in der Branche dies täten oder eben nicht).

Er blieb auf dem Standpunkt, dass es den anderen gegenüber unfair wäre, wenn man Sonn- und Feiertags fahren dürfe, von ihm gäbe es keine Genehmigung.

Der Parkplatz Lusebrink auf der A42

Kennt man noch aus dem einen und anderen Artikel hier? Ja? Gut. denn auch hier gibt es wieder was neues.

bus_roos_2Ich habe das BAG dort stehen sehen. Übrigens in der gleichen Woche. Und auch die Fa. roos und Ihren Polnischen Arbeiterbus.

Das dumme war nur: Fa. roos stand am Ende des Parkplatzes und ging dort Munter Ihren „Austauschgeschäften“ nach und das BAG stand sich am Anfang des Parkplatzes die Reifen eckig. Sehr sinnvoll.

Auch hier habe ich mal nachgefragt, ob Sie denn schon erfolgreich gewesen wären in Sachen Nachtragen der Arbeitszeit zwecks Anreise mit dem Bus bei den Herrschaften am Ende des Parkplatzes? „Nein, wir haben da nicht kontrolliert. Es würde auch kein Bedarf bestehen.“ „Komisch,“ meinte ich dann, „In Belgien haben eure Kollegen schon welche gepackt und zwar genau deswegen… Sollte euch zu denken geben. Aber Ihr wollt ja keine Hetzjagden auf Speditionen veranstalten.“

Soviel zu dem Thema….

Eine Sondergenehmigung gibt es nicht, weil der Mensch am Telefon meinte es wäre anderen gegenüber unfair und das BAG erachtet die Kontrollen als nicht notwendig obwohl Sie die Indizien vor der Nase haben. Ein hoch auf den Deutschen Beamten.

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Bildquellen

Christian

Ich bin aktiver Berufskraftfahrer und kein Rechtsanwalt, auch wenn ich hier über Rechtliche Themen schreibe. Ich war in der Vergangenheit für eine Gewerkschaft auf Landesebene im Vorstand und als Betriebsratsvorsitzender bei einem Zeitarbeitsunternehmen im Ruhrgebiet tätig.

Auch wenn ich den Beruf selber erst seid Mitte der 1990er Jahre ausübe, so habe ich damit durch meinen alten Herrn schon mein ganzes Leben mit dieser Branche zu tun. Ich war sowohl im Internationalen Fernverkehr, sowie derzeit auch im Nahverkehr tätig.

Ich betreibe diesen Blog ausschließlich Just4Fun und vieles spiegelt lediglich meine Meinung wieder, die keiner gut finden muss oder soll! Selber zählen ich mich zu denen, die diesen Beruf nicht machen, weil Sie es müssen, sondern weil Sie es wollen. Auf Deutsch, es ist mein Traumjob.

9 Gedanken zu „Wie unsere Behörden arbeiten…

  • John Smith
    14. November 2016 um 10:14
    Permalink

    Nun haben wir neben Rach, dem Restaurant-Tester, endlich auch einen Beamten-Tester. Auf sowas muss man erstmal kommen, als Arbeitnehmer bei einer Behörde wegen einer Sondergenehmigung anzurufen. Das ist doch eigentlich Sache des Chefs. Vor allem macht man sowas schriftlich und nicht am Telefon.

    Antwort
    • Christian
      14. November 2016 um 10:28
      Permalink

      Nun, es ist in erster Linie eine Sache der Aufgabenverteilung innerhalb der Firma. Bei uns in der Firma habe ich nicht nur die Aufgabe des Fahrers, sondern auch andere Tätigkeiten. U.a. solche Dinge zu klären und ggf. zu besorgen.

      Antwort
    • Christian
      14. November 2016 um 10:31
      Permalink

      Der Schriftliche Kram kommt bei mir hinterher, da ich mich im Vorfeld gerne Informiere, auf was man bei sowas zu achten hat, um eventuelle Verzögerungen zu vermeiden

      Antwort
  • John Smith
    14. November 2016 um 13:31
    Permalink

    Mir ist immer noch nicht klar, was der Beamte auf der Behörde denn so verkehrtes getan hat, dass man ihn dafür mit einem Schmäh-Beitrag in deinem Blog bestrafen muss.

    Antwort
    • 14. November 2016 um 18:19
      Permalink

      1. Er war dafür nicht zuständig
      2. Kann ich nichts für seine Frustration
      3. Hat er meine Frage nicht beantwortet, von daher unzureichende Antwort

      Antwort
    • Jens Neumann
      14. November 2016 um 19:35
      Permalink

      ich würde tippen da er es prinzipiell abgelehnt hat und das wo er nichtmal zuständig ist für diese tätigkeit

      Antwort
  • 14. November 2016 um 15:42
    Permalink

    Ich bin grundsätzlich ja auf deiner Seite nur was erwartest du denn, dass die bei jedem der sich dort meldet sofort mit einer Hundertschaft ausrücken?

    Ferner ist es nicht besonders Seriös wenn man nicht weiß was andere tun diesen zu unterstellen sie würden nur in der Gegend rumstehen , so nimmt einen niemand ernst.

    Antwort
    • 14. November 2016 um 18:15
      Permalink

      Ja genau das erwarte ich, denn genau das war es was ein gewisser Herr Andreas Marquardt auf Anfrage von Udo Schiefner (MdB) versichert hat. Man gehe jedem Hinweis nach. Das scheint aber bei seinen Untergebenen nicht angekommen zu sein.

      Und wie man anhand der beiden bereits Geschriebenen Artikel zum Thema BAG lesen kann, will man keine Hetzjagden auf Speditionen veranstalten.

      Das traurige daran ist, dass die Belgischen und auch anderen Westeuropäischen Staaten in denen ja häufiger Kontrolliert wird, dank der Faulheit unserer Behörden Ihre Kassen füllen. So kann man dann hin und wieder mal lesen, das es einen dicken Zufallstreffer gab, wenn man mal wieder ein „Schwarzes Schaf“ unterwegs gefunden hat.

      Es wird nicht umsonst eine höhere Kontrolldichte gefordert. Wenn ich alleine daran denke das ich in den letzten 10 Jahren vielleicht 2x kontrolliert wurde, ist das nicht verwunderlich…

      Antwort
  • Jens Neumann
    14. November 2016 um 19:36
    Permalink

    ein hoch auf unsere kleinen beamten aber warum sollten die anders Arbeiten als ihre Chefs in Berlin?

    Antwort

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Wie unsere Behörden arbeiten…

by Christian time to read: 5 min
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