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Du hast ja keinen Dialekt?! 

Was Berliner über Deutschland (nicht) wissen

Gestern war ich in Berlin. Irgendwo in einem Hinterhof abgeladen. 

Irgendwann wurde ich dann mal gefragt, wo ich denn her käme, weil man mit dem Kennzeichen HSK nichts anfangen konnte.
„Aus dem Hochsauerlandkreis komme ich.“

„Au das merkt man Dir aber gar nicht an. Du hast ja keinen Dialekt…“ 

Nun wir Sauerländer haben zwar irgendwann mal einen Dialekt gehabt, aber das ist leider schon länger her. Das nannte man dann Suierländer Platt, ein langsam aber sicher austerbender Dialekt, was eigentlich schade ist. 

Die Menschen, die diesen Dialekt noch konnten, sterben langsam und nehmen ihn mit. Die Jungen von heute hegen kein Interesse mehr, diesen Dialekt zu lernen. 

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Christian

Ich bin aktiver Berufskraftfahrer und kein Rechtsanwalt, auch wenn ich hier über Rechtliche Themen schreibe. Ich war in der Vergangenheit für eine Gewerkschaft auf Landesebene im Vorstand und als Betriebsratsvorsitzender bei einem Zeitarbeitsunternehmen im Ruhrgebiet tätig. Auch wenn ich den Beruf selber erst seid Mitte der 1990er Jahre ausübe, so habe ich damit durch meinen alten Herrn schon mein ganzes Leben mit dieser Branche zu tun. Ich war sowohl im Internationalen Fernverkehr, sowie derzeit auch im Nahverkehr tätig. Ich betreibe diesen Blog ausschließlich Just4Fun und vieles spiegelt lediglich meine Meinung wieder, die keiner gut finden muss oder soll! Selber zählen ich mich zu denen, die diesen Beruf nicht machen, weil Sie es müssen, sondern weil Sie es wollen. Auf Deutsch, es ist mein Traumjob.

Ein Gedanke zu „Du hast ja keinen Dialekt?! 

  • 30. Dezember 2016 um 20:32
    Permalink

    Es ist der Lauf der Dinge, dass junge Leute andere Interessen haben als Vergangenheitsbewältigung und Pflege alter Bräuche und Gewohnheiten. Ich war früher nicht anders. Ich konnte mir nie erklären, warum andere mit so viel Hingabe genau dieses Brauchtum hochgehalten haben. Mein Blick war stets nach vorne gerichtet und nicht nach hinten.
    Nun befinde ich mich im letzten Drittel meines Lebens und der Blick nach vorne ist bei weitem nicht mehr das, was ich von früher erwartet habe. Jetzt als Rentner geht der Blick immer öfter nach hinten. Man merkt plötzlich, dass da etwas unheimlich wertvolles war, aber nie beachtet wurde. Zusammen mit eigenen Erinnerungen wächst das Bedürfnis, das alles für die Nachkommen zu hinterlassen. Dazu gehört neben dem Brauchtum auch die eigene Sprache. Letzteres ist noch nie so wertvoll wie heute gewesen, wo alles mittlerweile verdenglischt wird.
    Wenn du mal an dem Punkt angelangt bist, wo du nicht mehr arbeiten musst, wirst du verstehen, was ich meine. Dann kannst du von der Vergangenheit gar nicht genug bekommen, weil es nur noch wenig Zukunft für dich gibt.

    Viele Grüße

    Rainer

    Antwort

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Du hast ja keinen Dialekt?! 

by Christian time to read: 1 min
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