Wenn die Touren legal nicht mehr zu schaffen sind

… dann versucht man es halt illegal

Osteuropäischen Fahrern wirft man oft vor, Sie würden Ihre Fahrtenschreiber manipulieren. Gut, wie die letzte Veröffentlichung von Camion Pro e.V., „Die Spur des Geldes“ zeigt, stimmt das auch.

Doch aber auch Deutsche Unternehmen, können sich sehr gut diesen Hilfsmittels bedienen, was ich heute auf der A42 bei Bottrop wieder einmal erleben durfte.

Ich wurde auf dem Teilstück zwischen Bottrop und Oberhausen von einem blauen Renault M mit einem Muldenkipper überholt. Das ist an für sich nichts ungewöhnliches, denn da ich max. 85 km/h fahre, werde ich öfters überholt.

Doch bei „Regulärer“ Geschwindigkeit, dauert das ein Weilchen, bis ein Kollege an mir vorbei ist. Dieser Kollege jedoch war recht schnell an mir vorbei. Gut im ersten Moment habe ich gedacht, es läge daran, dass es leicht Bergab geht und er Beladen ist. Da lassen die meisten ja gerne mal auf 95+ laufen um schnell an demjenigen vorbei zu kommen. Doch als ich sah, dass dieser Meister der Straßen leer als auch auf dem folgenden geraden Teilstück mit satten 98 km/h an mir vorbei geschossen ist, habe ich mir so meine Gedanken gemacht.

Erst recht, als ich dann im Internet ein wenig über diese Spedition nachgeforscht habe. Eigene Renault Werkstatt, die nicht nur für eigene Fahrzeuge gedacht ist, ist ja nichts schlimmes. Doch das diese dann auch noch Tachoangleichungen nach §57b StVZO anbietet, macht einem dann schon stutzig und lädt zu Spekulationen ein.

Warum machen die Fahrer das mit

Das ist die Frage, die ich mir bei diesen „Dummen“ Sachen immer wieder stelle. Gut, dass es leider auch die Sorte Fahrer gibt, die nicht gerade die hellsten Lampen auf der Straße sind, hat man ja wieder einmal in diesem Beitrag gesehen.

Doch Tachomanipulation? Sorry, aber eigentlich kann… Nein ich sage es nicht. Hinter wollen das noch mehr beweisen, dass es doch so ist. Das die Strafen dafür nicht gerade gering sind, zeigen diverse Artikel im Internet zu diesem Thema. Brauch man nur mal nach googeln!

Dabei wollen wir alle doch…

… Profis sein. Aber jeden Tag gibt es unzählige Fahrer, die das genaue Gegenteil beweisen. Sei es mit Aussagen wie die in dem Beitrag mit dem Wickeltisch, oder halt das Sie mit einem LKW rum fahren, wo der Tacho manipuliert wurde.

Doch in meinen Augen beginnt das Profi sein schon mit Kleinigkeiten, die eigentlich jeder hin kriegen kann, wenn er nur will. Sich einfach mal an die Regeln halten. Abstand sind 50 Meter und nicht 5 oder vielleicht max. 10m. Überholverbot gilt auch dann, wenn die Schilder nicht beleuchtet sind, oder auch, wenn man kein rotes Auto fährt was einen Schwarzen PKW überholen will. Aber versteht das nicht falsch. Ich bin bei leibe nicht die Unschuld vom Lande. Auch bei mir gibt es das eine oder andere, wo ich nicht den Profi mache…

Und Profi sein heißt für mich auch, ich kann mit dem Wort NEIN was anfangen und hab die Eier das auch zu sagen und dran zu halten. 

Viele haben es immer noch nicht begriffen 

In der heutigen Zeit muss man nicht mehr an einer Firma festhalten, aus Angst man bekommt nichts anderes. Auch wenn man mit den Jahren „Betriebsblind“ geworden ist, irgendwann sollte es auch mal gut sein.

Mit Betriebsblindheit wird umgangssprachlich die routinemäßige Arbeitsweise bezeichnet, an der keine Selbstkritik geübt und auch keine Möglichkeit zur Veränderung gesehen wird. Dazu kommt, dass oftmals die Lust auf Veränderungen fehlt. In den meisten Fällen erkennt man es daran, dass man schon seid längerem was neues sucht, aber angeblich nichts findet.

Doch diese Betriebsblindheit kann man ablegen. Es ist bei Firmen, die nur durch illegale Mittel wie Tachomanipulation an der Zeit, was neues zu suchen!

Und sollte das ein Unternehmer lesen, der sich dieser Illegalen Mittel bedient: Macht doch endlich mal was dagegen, das euch die Konkurrenz aus Osteuropa mit Ihren Illegalen Methoden die Kunden klauen. 

Ich meine mal irgendwo gelesen zu haben, dass es laut BGL Informationen rund 52.000 Unternehmer in der Speditionsbranche gibt. 52.000… Da sollte doch was möglich sein. Und ich denke mal, wir Fahrer sind die letzten, die da nicht mit ziehen….

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3 Kommentare

  1. Das unterschreibe ich alles. Vielleicht sollte man aber der Vollständigkeit halber betonen, dass es unter den 52.000 Fuhrunternehmern prozentual genau so viele trübe Tassen gibt, wie unter den Fahrern.

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