Lassen wir mal die Woche Revue passieren Manchmal kann man einfach nur mit dem Kopf schütteln

Die Woche war Ausnahmsweise mal stressig.

Gut das ist Sie bei anderen auch, doch es gab da so die eine und auch andere Sache, da schüttelst Du nur mit dem Kopf und sagst besser gar nichts mehr.

Mal überlegen… Wo fange ich denn an? Achja…

Dir hau ich auf die Fresse

Sagte mir ein Fahrer, der mich unterwegs an irgendeiner Raststätte im Ruhrgebiet erkannt hatte. Der Grund lag seiner Meinung dafür in der Tatsache, dass ich in seinen Augen nur Scheiße schreibe. Gut. Das was ich schreibe muss nicht jedem gefallen, doch muss man gleich deswegen Gewalttätig werden? Ich glaube nicht. Zumal mir das genau den Eindruck vermittelt, den ich von solchen Leute habe: Einen niedrigen IQ! Und leider gibt es von diesen Leuten einfach zu viele. Kein Wunder das der Volksmund der Meinung ist, WIR LKW Fahrer sind Dumm….

Sprüche auf Kippmulden

Ich sehe Sie täglich. Die Fahrzeuge einer bestimmten Spedition aus dem Raum Unna, mit Ihren Botschaften auf den Kippmulden. Da sieht man sinnvolles, wie etwa Opferschutz statt Täterschutz, vieles gegen Kindesmissbrauch und auch einen seit kurzem, der mit seinem Spruch die Meinung vertritt, dass jeder der die Gesetze eines Landes nicht achtet, hier nicht hingehört. 

Gut diese Meinung vertrete ich auch, doch es gibt auch genug, die kann man nicht ausweisen, weil Sie eben aus diesem Land stammen. Allerdings ist mir etwas anderes aufgefallen. Fast alle Fahrer dieser Spedition, die ich bislang auf der Autobahn erleben durfte, scheinen es mit den Gesetzen auch nicht gerade ernst zu nehmen. Was ich hier im besonderen ansprechen möchte ist der Abstand meine Herren. Den könnt Ihr alle nicht einhalten. Ist aber in einem der vielen Gesetze dieses Landes verankert: 

§ 4 Abstand

(1) Der Abstand von einem vorausfahrenden Fahrzeug muß in der Regel so groß sein, dass auch dann hinter ihm gehalten werden kann, wenn es plötzlich gebremst wird. Der Vorausfahrende darf nicht ohne zwingenden Grund stark bremsen.

(2) Wer ein Kraftfahrzeug führt, für das eine besondere Geschwindigkeitsbeschränkung gilt, sowie einen Zug führt, der länger als 7,00 m ist, muss außerhalb geschlossener Ortschaften ständig so großen Abstand von dem vorausfahrenden Kraftfahrzeug halten, dass ein überholendes Kraftfahrzeug einscheren kann. Das gilt nicht,
  1. wenn zum Überholen ausgeschert wird und dies angekündigt wurde,
  2. wenn in der Fahrtrichtung mehr als ein Fahrstreifen vorhanden ist oder 
  3. auf Strecken, auf denen das Überholen verboten ist.

(3) Wer einen Lastkraftwagen mit einer zulässigen Gesamtmasse über 3,5 t oder einen Kraftomnibus führt, muss auf Autobahnen, wenn die Geschwindigkeit mehr als 50 km/h beträgt, zu vorausfahrenden Fahrzeugen einen Mindestabstand von 50 m einhalten.

Vor allem der Absatz 3 ist für uns LKW Fahrer gedacht… Weiß jeder, kennt jeder, kaum einer hält sich dran. Und gerade bei der Spedition Stegemöller scheint man der Meinung zu sein Abstand wird überbewertet. Denn ich habe bis jetzt noch keinen Fahrer von denen gesehen, der diesen Einhalten kann. Dabei prahlen doch die Kipperfahrer immer, was für tolle Trucker Sie sind. Klar machen andere auch, doch hier bei uns in der Region kommt das verstärkt von dieser Sparte der Transportbranche…

Ich denke wir sind alle Profis. Und Profis denken vor allem an eins: Ihre eigene Sicherheit. Ich will auch nicht ausschließlich der Spedition Stegemöller den schwarzen Peter zu schieben, denn dafür gibt es zu viele andere Fahrer die den Abstand nicht einhalten können. Mir geht es hier mal darum, das Verhalten einiger aufzuzeigen und mal zum Nachdenken anregen. 

Wir alle haben durch unseren Beruf ein schlechtes Image. Viele erwarten von anderen, dass dieses Image von anderen verbessert wird. Doch was bringt es, wenn an der einen Stelle Wasser gepredigt wird, an anderer Stelle dafür Wein getrunken wird?
Wenn wir wollen, dass sich unser Ansehen in der Öffentlichkeit verbessert, dann gehört es mit dazu, dass wir auch was daran ändern. Und dazu zählt auch unser Verhalten im Straßenverkehr…. 

Und nicht nur das. Es knallt mittlerweile wieder täglich mehrfach in Deutschland. Gründe hierfür sind zu weniger Abstand, Handy in der Hand etc. Fast alles vorzugsweise Dinge, die vermeidbar sind, führen zu diesen schweren Unfällen. Da hilft auch kein: Mich trifft das nicht. Bei uns läuft die Kommunikation in der Firma über Whatsapp. Und? Ich muss nicht während der Fahrt antworten. Ich antworte dann, wenn ich stehe. Wenn es was wichtiges ist, kann der Dispo mich auch anrufen. Wenn nicht, hat er Pech gehabt.

3 Kommentare

  1. Diese Sprüche auf den Kippmulden von besagter Spedition aus dem Raum Unna empfinde ich persönlich als populistische Effekthascherei, um das Ansehen der eigenen Firma bei semi intellektuellen Bevölkerungsschichten zu stärken. Und wenn sich dann so ein Muldenkipper fahrender Kollege selbiger Firma mit „15 Meter Sicherheitsabstand“ selbst darum bemüht aus Deutschland ausgewiesen zu werden, dann wird’s auch noch ziemlich lächerlich.

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