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Alternative Ernährung

Gerade was in der Weiterbildung im Bereich Ernährung immer wieder erwähnt wird, lässt sich für viele von uns nicht oder nur sehr schwer Umsetzen.

Obst, Salat, Gemüse, gesunde Fette, das ist es was wir essen sollten. Und am besten auch noch regelmäßig.

Doch gerade wenn es um die „Gesunde“ Ernährung geht, denken viele an Vegetarische oder Vegane Ernährung. Klar, diese Formen der Ernährung mögen vielleicht gesund sein. Doch auf Nahrungsmittel wie etwa Tofu wollen viele die ich kenne nicht zurück greifen. Auch auf das was Sie essen wollen viele nicht verzichten.

Die Alternative

Was wäre da also besser geeignet, als eine Ernährungsform, bei der man seine Gewohnheiten in Bezug aufs Essen nur geringfügig ändern müsste? Geht das überhaupt? Ist es dann noch gesund?

Nun bei dieser Art der Ernährung kommt der Begriff Low Carb (engl. low = wenig, Carb= Abkürzung für carbohydrates ) und steht für wenige Kohlenhydrate im Essen. Es bedeutet nichts anderes als das hier die Zufuhr von Kohlenhydraten eingeschränkt wird um z.b. den Blutzuckeranstieg und damit den Insulinbedarf möglichst gering zu halten.

Low Carb

Auf Deutsch heißt das, das vor allem Lebensmittel reduziert werden, die sehr viel Zucker oder Stärke enthalten. Stattdessen nimmt man Lebensmittel die einen geringen Einfluss auf den Blutzucker haben.

Keine Diät!

Low Carb selber ist keine Diät. Sie ist eine Ernährungsform, die lebenslang praktiziert werden kann und für Jedermann geeignet ist. Somit nicht nur für Diabetiker. Denn gerade wer Übergewichtig ist, profitiert auch hier von, in dem der Körper gezwungen wird, aus den vorhandenen Fettreserven die Notwendige Energie zu gewinnen, was er vorher durch die Umwandlung von Stärke in Zucker bekommen hat. Dieser Prozess der Umstellung geht nicht von Heute auf Morgen, dass braucht seine Zeit. Daher sollte man diese Form der Ernährung langfristig durchführen.

Aber geht das auch unterwegs?

Viele werden jetzt denken, wie soll ich das unterwegs umsetzen? Ich hab doch mein Brot, mein Essen etc. für Unterwegs immer dabei?!

Nun Low Carb lässt sich auch unterwegs umsetzen. Um hier mal ein paar Beispiele zu bringen, schaut euch nachfolgende Auflistung an, die ich hier mal hinschreibe:

  • Pommesbude:
    halbes Hähnchen mit Salat
    Unpaniertes Schnitzel mit Salat
  • Türkischer Imbiss
    Dönerteller ohne Pommes und Brot, dafür mit einer großen Portion Salat und Tsatsiki
  • Pizzeria
    Einen großen gemischten Salat mit Käse, Schinken, Ei und Thunfisch 
  • Aisatischer Imbiss
    Gebratene Ente und reichlich Gemüse aus dem Wok
  • Metzger
    Eine Portion frischer Erbseneintopf mit einer Scheibe Kassler oder eine Frikadelle mit Senf und einer extra Portion Krautsalat / Sauerkraut
  • Bäckerei
    Hier gibt es leider vorwiegend kohlenhydratreiche Produkte. Da nimmt man dann besser ein Vollkornbrötchen mit bsp. Salat, Gurke, Tomaten und Käse oder Wurst.

Wie man sieht, bei den Gerichten die man unterwegs bekommen kann, braucht man keine Angst haben, dass man jetzt nur noch wie ein Kaninchen eine Möhre mümmeln muss oder auf Fetthaltige Lebensmittel verzichten muss.

Low Carb im Alltag

Alleine die Umstellung der Ernährung reicht nicht aus, um effektiv Gewicht zu verlieren oder körperliche Schäden zu verhindern. Man sollte immer ein gesundes Mittelmaß zwischen der Ernährung und der „Bewegung“ finden.

Eins vorweg, Low Carb dient als Kohlenhydrat arme Ernährung. Was jetzt nicht heißt, dass man vollständig darauf verzichten soll. Einmal am Tag ist Ok, zwischendurch „Sündigen“ darf man auch. Gerade wenn man irgendwo zu besuch ist, kann man von diesen Leuten nicht verlangen, dass Sie jetzt extra wegen uns Low Carb Sachen backen. 

Hey Moment? Backen geht auch? Klar. Man kann durch aus Kuchen, Cupcackes etc. auf Low Carb Basis backen. Aber dazu kommen im laufe der Zeit noch Rezepte, ebenso wie für das kochen.

Doch ich liste mal auf, wie im Alltag die Low Carb Ernährung aussehen kann:

Frühstück

  • Omlett mit Tomaten und Champignons, dazu Kräuterquark und einen Apfel
  • Naturjoghurt mit frischen zuckerarmen Früchten (TK geht auch) und Nüssen/Samen
  • 1 große Portion Quark mit frischen oder TK Beeren und Nüssen
  • Buttermilch, Kefir, Dickmilch mit Früchten, dazu Gemüsesticks und Kräuterdipp
  • 1 Scheibe Vollkornbrot mit Käse, Schinken und Rohkost belegt
  • 1 Vollkornbrötchen mit Kochschinken, Frischkäse, Tomaten- und Gurkenscheiben, dazu 1 Birne
  • 2 gekochte Eier mit Gurkenscheiben und Kräuterquark
  • Ungesüßtes Müsli mit Naturjoghurt oder Milch mit Beerenobst, dazu Gemüsesticks mit Kräuterquark
  • Obstsalat (gibt es auch als TK) mit Sonnenblumen- und Kürbiskernen, dazu Käse- und Kochschinkenwürfel

Mittagessen

  • Steak oder unpaniertes Schnitzel (ja das schmeckt auch ohne Panade) mit Gemüse und / oder Salat in einem Essig-Öldressing
  • Gegrillter / gedünsteter Fisch mit frischem Salat und Gemüse
  • Brokkoli-Blumenkohlauflauf mit Schinken, Parmesan und Pinienkernen
  • Spiegeleier mit Champignons und Spinat
  • Sauerbraten mit reichlich Rotkohl, dazu frischer Blattsalat
  • Linseneintopf mit Würstchen (möglichst ohne/wenig Kartoffeln)
  • Gemüseauflauf mit Tofu, Ei oder Schinken
  • Chinapfanne mit Hähnchenfleisch und Gemüse

Abendessen

  • Salat mit Hähnchenbrust und Nüssen
  • Griechischer Bauernsalat mit Oliven und Fetakäse
  • Tomatensalat mit Mozzarella oder Hüttenkäse
  • Gemischter Salat mit Käse-/ Schinkenwürfeln und Thunfisch, dazu einen Buttermilch-Shake mit frischem Obst
  • Chilli con Carne
  • Gegrilltes Steak mit Krautsalat und Gewürzgurken
  • Gemüsepfanne mit Ei

Da auch viele immer wieder gerne zwischen durch schnuckern, hier mal Alternativen für den kleinen Hunger zwischendurch:

  • 1 Stück Obst
  • 1 Scheibe Käse
  • 1 Scheibe Schinken
  • Gemüsesticks mit Kräuterquark
  • 1 hartgekochtes Ei
  • 1 Portion  Oliven
  • 1 Portion Nüsse (ca. 30g)
  • Gewürzgurken
  • 1 Becher Joghurt (Natur)
  • 1 Glas Buttermilch oder Molke (natur)
  • 1 Latte macchiato oder Cappucciono

Schlusswort

Ich denke man hat oben genügend Beispiele wie man seine gewohnte Ernährung mit ein paar kleinen Änderungen in den Low Carb Bereich bringen kann. Und wie man sieht, man verzichtet auf nichts. Ich kann nach wie vor mein Schnitzel mit Sauce Hollandaise oder mein Steak vom Grill genießen. 

Noch eins zum Thema Obst: Hier sollte auf Zuckerstarke Obstsorten wie etwa Banane verzichtet werden. Gerade Bananen enthalten sehr viel Zucker. Eher einen Apfel oder ne Birne, Orangen gehen auch.

Man kann auch sehen, dass hier hin und wieder Nüsse mit auf dem Plan stehen. Das liegt daran, dass gerade Nüsse sehr viele gesunde Fette enthalten und somit ein Bestandteil der Ernährung sein sollten. 

Und ganz wichtig: Wie bei allen Dingen, die Menge machts! Weniger ist mehr.

Etwas wirklich wichtiges. Wie Martin schon in den Kommentaren geschrieben hat, dauert es, bis der Körper das Fett abbaut. Zu erst ist die Muskelmasse dran. Damit das verhindert wird, ist es wichtig, dass man sich körperlich aktiv Betätigt. Auch wenn ich oben geschrieben habe, dass Diabethiker mit dieser Form der Ernährung Ihren Blutzuckerspiegel senken können, sollte dies nicht ohne Unterstützung des Arztes geschehen. Je nach Dosierung der Medikamente, kann der Zuckerspiegel hierdurch extrem Abfallen!  Und ich will ja nicht dafür verantwortlich sein, dass euch deswegen etwas passiert.

Weiterführende Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/low-carb-schwindel-ia.html

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Bildquellen

  • LowCarb_ernaehrungs: by Systemed

Christian

Ich bin aktiver Berufskraftfahrer und kein Rechtsanwalt, auch wenn ich hier über Rechtliche Themen schreibe. Ich war in der Vergangenheit für eine Gewerkschaft auf Landesebene im Vorstand und als Betriebsratsvorsitzender bei einem Zeitarbeitsunternehmen im Ruhrgebiet tätig.

Auch wenn ich den Beruf selber erst seid Mitte der 1990er Jahre ausübe, so habe ich damit durch meinen alten Herrn schon mein ganzes Leben mit dieser Branche zu tun. Ich war sowohl im Internationalen Fernverkehr, sowie derzeit auch im Nahverkehr tätig.

Ich betreibe diesen Blog ausschließlich Just4Fun und vieles spiegelt lediglich meine Meinung wieder, die keiner gut finden muss oder soll! Selber zählen ich mich zu denen, die diesen Beruf nicht machen, weil Sie es müssen, sondern weil Sie es wollen. Auf Deutsch, es ist mein Traumjob.

16 Gedanken zu „Alternative Ernährung

    • Christian Rumpf
      18. Oktober 2017 um 12:36
      Permalink

      Erwarte nur keine schnellen Ergebnisse. Der Körper muss sich erst mal auf die geänderte Ernährung einstellen und wieder lernen das Körperfett in Energie umzuwandeln. Und das dauert ein paar Wochen. Deswegen ja lebenslange Ernährungsform.

      Antwort
    • Christian Rumpf
      18. Oktober 2017 um 12:40
      Permalink

      Ja das stimmt wohl. Ich muss mir auch noch was einfallen lassen, wie ich nach der Reha mir mehr Bewegung aneigne. Während der Arbeitszeit habe ich ja eine Menge Zeit dafür, wenn ich an den Rampen stehe und nen 40″ Fuß Container leer machen lasse 😀

      Antwort
    • Christian Rumpf
      19. Oktober 2017 um 16:36
      Permalink

      Georg Scheermann bezüglich der Möhre…. Diese alleine bringt dir nichts, da das darin enthaltene Vitamin A vom Körper ohne „Katalysator“ nicht verarbeitet werden kann. Dazu bedarf es Lustigerweise wieder Fett. Also kombiniere die Möhre mit einem großen Stück Käse oder einen Kräuterdipp

      Antwort
    • Christian Rumpf
      19. Oktober 2017 um 16:37
      Permalink

      Aber die Frikadelle kannst Du ruhig weiter essen, Bei der Art und Weise wie ich mich mittlerweile Ernähre, darf man ruhig alles futtern, solange es in angemessener Menge ist und man darauf achtet das man nur 1x am Tag Kohlenhydrate zu sich nimmt

      Antwort
  • 18. Oktober 2017 um 19:14
    Permalink

    Abnehmen und Idealgewicht erreichen ist für ein vitales, gesundes und langes Leben essentiell. Leider baut der Körper zu Beginn nicht die Fettreserven sondern deine Muskelmasse ab. Für unterwegs kann man viel für gesunde Ernährung tun. Dazu braucht es nicht viel sondern an erster Stelle eine klare Entscheidung zur eigenen Gesundheit. Bequemlichkeit und Gewohnheit lassen einem erst bei gravierenden Strukturschäden drüber nachdenken. Den eigenen LKW wird man kaum das falsche Öl oder Treibstoff einfüllen, weil man den Strukturschaden danach erkennt. Beim eigenen Körper wird gerne zuviel und belastete Nahrung aufgenommen. Die Veränderung beginnt im kleinen Rahmen. Investiere in die eigene Gesundheit und informiere dich über gesunde Nahrung. Meine Entscheidung und Umstellung haben sich bewährt. Vital im Leben zu stehen sind einfach unbezahlbar. Krankheit kostet einfach mehr 😉

    Antwort
    • 18. Oktober 2017 um 19:44
      Permalink

      Nun das mit den Informieren läuft. Dafür haben die hier in der Reha ausführlich gesorgt. Hier gibt es eine gute Mischung aus Ernährungsumstellung und Bewegungstherapien. Vieles davon kann ich auch wieder mit in den Berufsalltag nehmen.

      Klar, ich hab in dem Beitrag nicht erwähnt, dass eine Umstellung der Ernährung alleine nicht ausreichend ist. Ich will damit auch nur zeigen, dass man seine Ernährung sehr wohl umstellen kann, obwohl man die ganze Woche unterwegs ist. Und mein Idealgewicht will ich auch gar nicht erreichen. Erstes Ziel ist es, überhaupt erst mal 20 Kilo runter zu kriegen. Das würde mir schon mal reichen.

      Antwort
      • 19. Oktober 2017 um 08:09
        Permalink

        Da gebe ich dir recht Christian. Auch wenn man unterwegs ist, kann viel für die Gesundheit gemacht werden. Ernährungsumstellung beginnt ja bekanntlich im Kopf. Wichtig dabei ist, dass über die Ernährung Mineralien zugeführt und nicht wie so oft dem Körper durch falsche Ernährung entnommen werden. Kohlenstoffreiche Kost reduzieren und sauerstoffreiche Kost erhöhen ist schon mal ein Schlüssel zur Gesundheit…:-)

      • 19. Oktober 2017 um 16:33
        Permalink

        Klar, das ist ja das was ich hier bezwecken möchte. Ich bin nicht der Typ der diese sog. Atkins Diät favorisiert. Low Carb ist nicht gleich Low Carb. Bei mir sind Kohlenhydrate 1x am Tag Pflicht und einen Schummeltag gibt es auch. Von daher alles gut.

        Man muss halt wissen, was darf ich essen und was nicht. Gerade für Diabethiker ist diese Form der Ernährung besonders gut geeignet, da es nachgewiesener Maßen den Blutzuckerspiegel senkt.

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Alternative Ernährung

by Christian time to read: 10 min
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