Wir haben ein Problem. Ein Imageproblem

Das ist nichts neues. Wir Fahrer haben ein Imageproblem.

Verschiedene Organisationen und Initiativen versuchen dieses Image wieder aufzupolieren, so das wir Fahrer in der Öffentlichkeit besser dar stehen. Doch leider scheinen einige Fahrer kein Interesse daran zu haben, dass das Image verbessert wird. Das es Menschen gibt, die die Straßenverkehrsverordnung lediglich als Empfehlung ansehen, ist nicht nur bei Leuten unseres Berufes so. Auch unter anderen Verkehrsteilnehmern gibt es diese Menschen.

Man darf das ganze nicht falsch verstehen

Leider ist es wie bei allem negativen. Eine Prozentual beteiligte Gruppe von Vollpfosten versaut den Ruf derer, die sich Verantwortungsbewust verhalten. Egal ob Motorradfahrer, Radfahrer, Lagerpersonal, LKW Fahrer, etc.

In allen Sparten gibt es Menschen, die wollen es nicht anders. Raserei, Raus ziehen ohne zu Blinken, Abstand unter 2 Meter, Drängelei oder einfach nur das rumgeschnauze an der Rampe. Die Negativen Dinge fallen sofort auf und werden gleich pauschalisiert.

Ich will hier nicht denen den schwarzen Peter zuschieben, die größten Teils alles richtig machen. Ich will hier auch nicht eine spezielle Gruppe als die „Bösen“ hinstellen.

Fakt ist nun mal, dass wir LKW Fahrer ein Image Problem haben und durch das Verhalten von einigen immer wieder in ein schlechtes Licht gerückt werden. Lustig dabei ist, auch diese Personengruppe jammert rum, dass wir ein schlechtes Image haben. Schuld sind bei denen nur die anderen. Medien, die Öffentlichkeit, die Firmen, die nichts für das Image tun, die Gewerkschaften, egal wer, nur Sie nicht.

Vermutlich wird das in anderen Bereichen nicht anders sein, doch ich kann hier nur von meinem Beruf reden. Es wird sich hier auch vorläufig nichts ändern, da es immer wieder Menschen gibt, die meinen Sie müssten durch Ihr Verhalten aus der Reihe tanzen. Sei es durch den Drogenkonsum, Alkoholmissbrauch oder eben nur das Elefantenrennen.

Weiter machen wie bisher

Sich auf andere verlassen und weiter machen wie bisher bringt keine Veränderung. Es ist Kontrapdroduktiv. Man muss sich schon selber bewegen um was zu verändern. Will man das Image verbessern, muss ein jeder selber aktiv werden. Man muss sich keiner Initiative anschließen, keine vereinzelten „Vorzeige-“ Aktionen starten.

Das eigene Verhalten sollte mal überdacht werden. Gerade die, die in letzter Zeit durch Alkohol und Drogenkonsum noch nicht aufgefallen sind, sollten sich mal Gedanken darüber machen, ob es Sinnvill ist, während der Zeit in der man im LKW ist, sich die Birne zu dröhnen muss. Egal ob mit Alkhol oder Drogen. Das Feierabend Bier ist ja Ok, doch man muss es nicht übertreiben. Doch Drogen sind für mich ein absolutes NoGo.

Ich will auch nicht mit solchen Leuten auf eine Stufe gestellt werden. Und ich behaupte, andere auch nicht.

Ich will mich und andere die genauso denken mit diesem Beitrag von solchen Vollpfosten distanzieren. Es sind bei einem Fehlverhalten nicht DIE LKW Fahrer. Es ist der einzelne, der sich Falsch verhält. Nicht die breite Masse.

Autor: Christian

Ich bin aktiver Berufskraftfahrer und kein Rechtsanwalt, auch wenn ich hier über Rechtliche Themen schreibe. Ich war in der Vergangenheit für eine Gewerkschaft auf Landesebene im Vorstand und als Betriebsratsvorsitzender bei einem Zeitarbeitsunternehmen im Ruhrgebiet tätig. Auch wenn ich den Beruf selber erst seid Mitte der 1990er Jahre ausübe, so habe ich damit durch meinen alten Herrn schon mein ganzes Leben mit dieser Branche zu tun. Ich war sowohl im Internationalen Fernverkehr, sowie derzeit auch im Nahverkehr tätig. Ich betreibe diesen Blog ausschließlich Just4Fun und vieles spiegelt lediglich meine Meinung wieder, die keiner gut finden muss oder soll! Selber zählen ich mich zu denen, die diesen Beruf nicht machen, weil Sie es müssen, sondern weil Sie es wollen. Auf Deutsch, es ist mein Traumjob.

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