Der Tod eines Menschen

Der Tod eines Menschen ist für die Hinterbliebenen Traurig und schmerzhaft.

Schmerzhafter / Trauriger ist es dann aber jedoch, wenn man den Tod eines Menschen als direkter Angehöriger erst durch die Dorfinterne Gerüchteküche erfährt.

Meine Mutter ist am Samstag verstorben. Sie hatte schon seit jahren mit einem Darmkrebsleiden zu kämpfen, als Sohn sah ich es als meine Pflicht an, für Sie da zu sein. Das hieß oftmals mitten in der Nacht mit Ihr ins Krankenhaus, wenn Sie wieder Krämpfe hatte, für Sie kochen, waschen, putzen. Das wurde mir dann dank meines Onkels irgendwann genommen, Rechte mit Hilfe seiner „Kumpels in Uniform“ eingeschnitten, was sogar soweit ging, dass ich unter Androhung einer Vollstreckungsmaßnahme aus meinem Elternhaus geworfen wurde.

Gut, hab ich mir halt ein neues Haus gekauft.

Auch wenn die letzten 4 Jahre alles andere als Leicht waren, zumindest was den Umgang mit meiner Mutter anbelangte die ich, dank einer Anordnung nun auch schon 2 Jahre nicht mehr sehen durfte, finde ich es dennoch zum kotzen dass beide Brüder meiner Mutter nicht die Eier in der Hose hatten um mir wenigsten selber bescheid zu geben, dass Sie verstorben ist. Nunja, Verlogenheit ist halt Modern.

Klar, es gab immer wieder Gerüchte um Ihren Gesundheitszustand, wie es Ihr gehen solle, doch es waren für mich nur Gerüchte. Besuchen, Anrufen etc. durfte ich Sie ja nicht.

Nachdem dann nun Sonntag abend die ersten Beileidsbekundungen per Whatsapp rein kamen, habe ich dann mal Dienstag morgen in dem Altenheim angerufen, in dass Sie ja auf anraten Ihres Bruders gehen sollte (ich hätte Sie weiterhin zu Hause gepflegt, wie alle anderen bereits verstorbenen Familienmitglieder auch), um mir den Tod bestätigen zulassen.

Ob Sie nun friedlich oder auch nicht diese Welt verlassen hat, weiß ich nicht. Ich gehe aber auch davon aus, das mir die Möglichkeit eines letzten Abschiedes nicht gegeben wird, da ich nicht erfahren werde, wo und wann meine Mutter beerdigt werden wird. Dazu fällt mir nur ein: Keine Eier.
Alles weitere verkneife ich mir.

Trotz allem was vorgefallen ist: Ruhe in Frieden.

 

[Update]

Meine Aussage von Oben mit der Beerdigung muss und will ich revidieren. Dank meines Vetters Kevin weiß ich nun wann und wo die Beerdigung ist.

Danke für die Info.

 

Autor: Christian

Ich bin aktiver Berufskraftfahrer und kein Rechtsanwalt, auch wenn ich hier über Rechtliche Themen schreibe. Ich war in der Vergangenheit für eine Gewerkschaft auf Landesebene im Vorstand und als Betriebsratsvorsitzender bei einem Zeitarbeitsunternehmen im Ruhrgebiet tätig. Auch wenn ich den Beruf selber erst seid Mitte der 1990er Jahre ausübe, so habe ich damit durch meinen alten Herrn schon mein ganzes Leben mit dieser Branche zu tun. Ich war sowohl im Internationalen Fernverkehr, sowie derzeit auch im Nahverkehr tätig. Ich betreibe diesen Blog ausschließlich Just4Fun und vieles spiegelt lediglich meine Meinung wieder, die keiner gut finden muss oder soll! Selber zählen ich mich zu denen, die diesen Beruf nicht machen, weil Sie es müssen, sondern weil Sie es wollen. Auf Deutsch, es ist mein Traumjob.

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