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Ein Jahr danach

Zuletzt aktualisiert am 24. Oktober 2023

Einige werden es ja mitbekommen haben. Vor rund einem Jahr hatte ich einen Herzinfarkt.
Wer noch keinen hatte, seid froh.

Jetzt habe ich etwas über ein Jahr hinter mir. In diesem einem Jahr ist nicht wirklich was passiert. Gut. Ich muss jetzt Medikamente nehmen, denn mein Bluthochdruck, der das Ganze ja erst verursacht hat, ist nicht weg.

Hat sich überhaupt noch was geändert?

Klar, ganz spurlos ist das Ganze nicht an mir vorbeigegangen. Mein Kampfgewicht von 140 kg halte ich und ja ich weiß, dass es zu viel ist.

Meine Ernährung habe ich umgestellt. Zwar nicht zu 100 %, aber ich esse jetzt deutlich mehr Obst als vorher. Aber auch sonst hat sich im Hinblick auf Ernährung vieles geändert. Mehr Salat, mehr Gemüse, Naturjoghurts etc. Und vor allem: Fleisch. Viel Fleisch. Jetzt nicht irgendwelches, sondern Geflügel, Rind. Schwein eher weniger, auch wenn das mit auf dem Speiseplan steht.

Mein Kaffeekonsum habe ich reduziert, Wasser steht mit auf dem Plan.

Was noch?

Was ich in letzter Zeit gemerkt habe, Belastung verursacht bei mir Schmerzen. Daher war ich dann heute beim Doc und habe ein Belastungs-EKG gemacht. Also rauf aufs Fahrrad. Ergebnis …. : Bombe. Besser als nach der Reha. War in der Reha nach 175 Watt Feierabend, lag ich heute bei 200 Watt, mit einer deutlich niedrigeren Herzfrequenz. Und das, obwohl ich kaum Sport mache, was ich mir eigentlich vorgenommen habe.

Gut. Ich habe im Garten genug zu tun, angesichts dessen habe ich meinen Ausgleich. Alle 3 Monate darf ich zum Arzt, Blutdruck messen oder Blutabnahme im Wechsel. Nervt ein wenig, da der Dispo es selten schafft mir mal früher freizugeben, oder mich später anfangen lassen kann, damit ich zu den Terminen komme. Da muss ich dann schon mal verschieben oder Urlaub nehmen. Einmal mit Profis arbeiten 🙂

Gesundheit, erhaltet sie euch

Wenn ich bedenke, dass der Herzinfarkt auch das Licht hätte ausmachen können, bin ich froh, dass es nicht der Fall war. Einen weiteren will ich nicht haben. Mein Vater hatte selber 4, der Vierte war dann der Letzte. Muss ich nicht haben.

Auch wenn man kein Infarkt befürchten muss, in meinem näheren Umfeld gibt es Menschen, die sind noch keine 60, schaffen aber aus reiner Faulheit kaum noch eine Treppe in die nächste Etage oder gar vom Esszimmer in die Küche und zurück, ohne nach einem Sauerstoffzelt zu schreien. Da macht der Körper auch nur schlapp, weil es ja zu „anstrengend“ ist, mal was für seine Gesundheit zu tun.

Klar, es gibt da auch jemand anderes, bei dem ist es durch die jahrelange Maloche gekommen.

Ich weiß, es ist für einige wieder Klugscheißerei. Aber irgendwo schafft man es doch noch ein bisschen Zeit für seine Gesundheit zu tun.

Ein Jahr danach

by Christian time to read: 4 min
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