BKrFQG – Vor der Weiterbildung, ist nach der Weiterbildung

Alle 5 Jahre wieder müssen wir unsere „Eignung“ nachweisen in dem wir Berufskraftfahrer durch die Weiterbildungen und Ärztlichen Untersuchungen unseren Führerschein verlängern.

 

Ich will mit diesem Artikel nicht alle Unternehmen verurteilen, die diese Schulungen durchführen. Auch ist jeder Fahrer in der Lage, vor und nach diesen Schulungen sein Wissen aktuell zu halten. Smartphone / Tablett und Internet sei dank.

In diesem Artikel kann ich nur auf das bisher erlebte eingehen und ich finde es bisher echt zum kotzen was / wie geschult wird.

Am vergangenen Wochenende stand bei mir die Eco Schulung an. Spritsparen im allgemeinen Sprachgebrauch. Und das wo es draußen um die 35° Grad waren. Geile Sache.

Technik kennen, heißt damit umgehen zu können

Den Großteil des Tages verbrachten wir damit, alles über Motorentechnik, Kraftstrang etc. zu erfahren. Klar, es ist wichtig, zu wissen worauf man als Fahrer sitzt und wie das in etwa funktioniert. Aber nicht so wichtig, dass man 90 % der Zeit darauf verschwenden muss.

Bei meiner letzten Eco Schulung war ich bei MAN gewesen. Die ist aber auch schon 5 Jahre her, aber geändert hat sich da immer noch nichts. Klar, der Technische Teil war auch dabei, aber nicht so intensiv wie bei dieser Schulung.

Ihr müsst im grünen Bereich bleiben

Die Aussage war der Grundstein. Damit war alles gesagt.

In meinen Augen nicht.

Alles über 30 Sekunden ist Spritverschwendung !

Im Grünen Bereich des Drehzahlmessers bleiben ist zwar sinnig, aber es bringt nicht das ganze Potenzial des Spritsparens zum Tragen.

Egal wo ich stehen bleibe, alles was länger als 30 Sekunden dauert, ist Spritverschwendung. So die Aussage, die sich mir bei einer Eco Schulung von Mercedes eingebrannt hat.

Spritsparen geht weiter. An Bahnübergängen, gerade wenn ich dort erst angekommen bin, als die Schranken runter gehen, kann ich den Motor ausmachen. Es ist zwar noch weitverbreitet, aber der Glaube, dass das Starten des Motors mehr Sprit verbraucht, als wenn man den 5 Minuten die man eventuell warten muss, ist veraltet. Die modernen Motoren brauchen beim Anlassen nicht mehr den „halben Tank“ nur damit diese angehen.

Oder beim Tanken. Wie oft habe ich es erlebt? Du bist gerade am tanken, da kommt schon der nächste und lässt so lange den Motor laufen, bis er selber an die Säule fahren kann. Wozu macht man das? Diejenigen, die ich mal gefragt habe, gaben mir als Antwort: Ist doch nicht mein Sprit.

Und das ist der nächste Punkt. Die ganzen Schulungen bringen nichts, wenn der Fahrer selber nicht gewillt ist, das Ganze um setzen zu wollen.

Hier könnte man seitens der Arbeitgeber Anreize geben. Etwa Summe X an Sprit sind OK, alles was darunter bleibt, gibt es in Form einer Prämie (Steuerfrei am besten) auf den Lohn oben drauf. Es gibt Speditionen die machen das so.

Die Summe sollte allerdings realistisch sein.

Schulungen machen Sinn

Aber nur dann, wenn der Fahrer das richtige Werkzeug an die Hand bekommt, wie er das gelernte auch umsetzen kann. Und er muss gewillt sein, die verbaute Technik im Fahrzeug auch zu nutzen.

Dadurch das ich nun kein Actros mit allen Finz und Fanz zum Sprit sparen fahren mehr fahre, sondern einen LKW der diese ganzen Dinge nicht mehr hat und auch noch ein Handschalter mit Kupplung ist, muss ich zusehen wie ich hier Sprit sparen kann.

Es sollte auch klar sein, dass bei den allgemeinen Schulungen die man in den Fahrschulen buchen kann, nicht expliziet auf jedes Fahrzeug eingehen kann. Aber so allgemeine Dinge, wann und wo es Sinnvoll ist, den Motor auch mal auszumachen, sollten schon drin sein.

Es soll ja durch aus Fahrschulen geben, die erwähnen so etwas …. 🙂

 

Bildquellen

  • pkw-auffahrunfall: Netzfund

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