Imageverbesserungen für die Fahrerschaft

Immer noch steht jeden Tag einer auf, der meint er könne das Rad neu erfinden und das Image der gesamten Fahrerschaft in Deutschland verbessern und den Zusammenhalt unter den Fahrern zu fördern.

Kann man zwar machen, doch bislang hat es keiner geschafft, dass sich das Image wirklich bessert.

Die Gründe dafür sind vielseitig und ich habe auch meine eigene Ansicht darüber, warum das nicht klappt.

Initiativen, Gruppierungen, Vereine

Gibt es in Deutschland genug, die sich genau das Thema auf die Fahnen geschrieben haben.

Verschiedene Unternehmen haben sich zu Initiativen zusammen geschlossen und wollen angeblich das Image der LKW-Fahrer verbessern. Oftmals unter Ausschluss der Fahrer. Oder besser gesagt, wir Fahrer dürfen nicht mitmachen. Also, warum sollen wir das dann unterstützen?

In den letzten Jahren haben sich unterschiedliche Vereine gegründet, die ebenfalls den Zusammenhalt und das Image der Fahrer verbessern wollten. Und hier habe ich schon mehrfach gesagt, nicht jeder muss gleich einen Verein gründen, nur weil Ihm das Konzept des anderen nicht passt. Das Rad muss nicht immer wieder neu erfunden werden.

Was die Gruppierungen angeht, so braucht man nur bei Facebook in die unzähligen Gruppen zu schauen, in denen sich die Fahrer tummeln. Sehr viele davon haben auch das Thema Imageverbesserung für die Fahrer, Förderung des Zusammenhaltes untereinander. In den letzten Wochen wurde ich mehrfach eingeladen, mich an diesen Gruppen zu beteiligen, bin auch wieder rausgeflogen oder gegangen, weil entweder einem Admin oder auch mir nicht passte, was dort abgeht.

Hin und wieder dauert es auch was länger, bis man merkt, dass entwickelt sich hier in eine Richtung, die ich nicht will.

Wie ich mir das vorstelle

Wie ich mir das Vorstelle habe ich schon oft geschrieben. Und vielleicht auch wo der Fehler liegen kann. Meiner Meinung nach.

Was viele aber rein gar nicht begreifen: Den Zusammenhalt fördert man nicht, in dem man irgendwo in einem Sozialen Netzwerk eine Gruppe gründet, sich das Thema auf die Fahne schreibt und fertig ist das Brot. Schon gar nicht, wenn man nur einen bestimmten Personenkreis in dieser Gruppe haben will.

Ich bin der Meinung, den Zusammenhalt unter den Fahrern fördert man nur dann, in dem man diesen auch lebt und nicht rum jammert, es gäbe ja keinen mehr.

Doch damit dieser auch gelebt werden kann, muss sich der Fahrer dazu bewegen es auch zu wollen. Viele sind ja der Meinung, das der Zusammenhalt, die Hilfe für einen anderen Fahrer mit einer Gegenleistung verknüpft sein muss. Doch reicht nicht einfach mal ein Danke für deine Hilfe? Muss man gleich den Erstgeborenen fordern nur, weil man mal eben mit angepackt hat?

Ich denke nicht. Gut, wenn irgendwo jemand steht und nen Reifenschaden hat, da kommt der Reifendienst. Thema durch. Es gibt andere Sachen wo man mal eben anhalten kann, bspw. mal eben nen Kollegen einweisen, wenn er Rückwärts wo raus oder rein muss. Ja auch wenn es der Pole oder sonst wer ist. Da bricht sich keiner nen Zacken aus der Krone. Oder nicht gleich rum kacken, weil ein Fahrer was nicht weiß. Man sollte daran denken, wir haben alle mal angefangen, wir waren alle mal zum ersten mal irgendwo und mussten selber fragen. Keiner von uns ist allwissend auf die Welt gekommen.  Es sind die Kleinigkeiten, mit denen man draußen in der Realen Welt den Zusammenhalt nach vorne bringen kann. Und nicht, in dem man in irgendwelchen Facebook Gruppen den Zusammenhalt träumt.

Ach noch was zum Thema Vereine. Es gibt immer noch einen Verein, der schon sehr lange existiert und in dem früher mal sehr viele Fahrer Mitglied waren. Nein keine Gewerkschaft, denke das Thema ist bei vielen leider immer noch durch. Ich rede vom Bund Deutscher Berufskraftfahrer. Kurz BDBK. Dieser Verein hat früher viel gemacht, um den Fahrer positiv in die Öffentlichkeit zu bringen, oder jeden Monat in den einzelnen Kreisgruppen Fahrerstammtische veranstaltet, was im Übrigen heute immer noch so ist.

Vielleicht wäre das ja ein Ansatz, diesen Verein wieder zum Leben zu erwecken. Auch um die alten Aktivitäten des Vereins wieder in die Öffentlichkeit und somit auch uns zu holen. Ich bin da schon ein paar Jahre Mitglied …

Zum Schluß

Das Rad muss nicht immer wieder neu erfunden werden. Gruppierungen, die das Imageverbessern wollen und von denen man in Relativ kurzer Zeit nichts mehr hört, gibt es genug. Erreicht hat da bislang keiner was. Liegt vielleicht auch daran, dass es viele nur mit einem „Elitären“ Club versuchen, oder uns Fahrer einfach außen vor Lassen. Viele Namen dieser Gruppierungen habe ich bereits wieder vergessen 🙂 Warum nur?

Bildquellen

  • helden_der_strasse: Sandra Rumpf

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