Straßenverkehrsordnung wurde angepasst

Einiges war ja schon bekannt, doch es gibt noch wesentlich mehr Änderungen

Die Bundesregierung hat sich endlich mal dazu durch gerungen, die Straßenverkehrsordnung anzupassen. Und liebe Reichsbürger und Gesetzesverweigerer: Es interessiert mich einen Scheiß was Ihr dazu denkt!

1. Höhere Bußgelder bei Blockade der Rettungsgasse und Nichtbeachten von blauem Blinklicht und Einsatzhorn

  • Die Bußgelder werden von bisher 20 Euro auf mindestens 200 Euro Regelgeldbuße angehoben. Zusätzlich drohen zwei Punkte in Flensburg.
  • Für die Blockierung der Rettungsgasse mit Behinderung, Gefährdung oder Sachbeschädigung werden neue Tatbestände geschaffen, zusätzlich können Fahrverbote und Geldbußen bis zu 320 Euro verhängt werden.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt:

Rettungsgassen zu blockieren oder Rettungskräfte zu behindern ist unverantwortlich und kann Menschenleben gefährden. Wer das tut, dem müssen empfindliche Strafen drohen. Wir haben deshalb die Bußgelder deutlich verschärft.

Neue Regelung:

  • Keine Rettungsgasse gebildet: Regelsatz 200 Euro plus 2 Punkte im Fahreignungsregister
  • Nicht freie Bahn geschaffen bei Blaulicht und Martinshorn: Regelsatz 240 Euro plus 1 Monat Fahrverbot und 2 Punkte im Fahreignungsregister.

Bisherige Regelung:

  • Keine Rettungsgasse gebildet: Regelsatz 20 Euro
  • Nicht freie Bahn geschaffen trotz Blaulicht und Martinshorn: Regelsatz 20 Euro

Neue Tatbestände:

  • Keine Rettungsgasse gebildet – mit Behinderung (z.B. eines Rettungsfahrzeugs): 240 Euro plus 2 Punkte im Fahreignungsregister plus 1 Monat Fahrverbot.
  • Keine Rettungsgasse gebildet – mit Gefährdung (z.B. eines Feuerwehrmanns oder Verletzten): 280 Euro plus 2 Punkte im Fahreignungsregister plus 1 Monat Fahrverbot.
  • Keine Rettungsgasse gebildet – mit Sachbeschädigung (z.B. Sachbeschädigung beim Ausscheren, um einem Einsatzfahrzeug durch die Rettungsgasse zu folgen): 320 Euro plus 2 Punkte im Fahreignungsregister plus 1 Monat Fahrverbot.
  • Blaulicht und Martinshorn nicht beachtet und keine freie Bahn geschaffen mit Gefährdung: 280 Euro und 1 Monat Fahrverbot plus 2 Punkte im Fahreignungsregister.
  • Blaulicht und Martinshorn nicht beachtet und keine freie Bahn geschaffen mit Sachbeschädigung: 320 Euro und 1 Monat Fahrverbot plus 2 Punkte im Fahreignungsregister.

Davon unberührt bleiben mögliche strafrechtliche Konsequenzen bis hin zur Freiheitsstrafe z.B. 
für das absichtliche Blockieren einer Rettungsgasse oder das absichtliche nicht beiseite Fahren bei Blaulicht und Martinshorn oder das Behindern von Personen, die bei Unglücksfällen Hilfe leisten wollen (§ 323c StGB). Hiermit soll unter anderem auch das Blockieren einer Notfallgasse im Unglücksfall erfasst sein.

2. Höhere Strafen für Smartphone- und Tablet-Nutzung im Auto

  • Die Geldbuße für unerlaubte Nutzung von Handys während der Fahrt wird von 60 auf 100 Euro erhöht. Bei schweren Verstößen drohen künftig auch Fahrverbote und Geldbußen von 150 bzw. 200 Euro.
  • Das Handyverbot wird verschärft, so dass Tablets, E-Book-Reader etc. und Tätigkeiten wie Mails- und SMS-Tippen, Surfen im Internet im sogenannten hand-held-Betrieb eindeutig darunter fallen. Videobrillen werden explizit verboten.‎
  • Die Nutzung der Sprachsteuerung, Vorlesefunktionen und sogenannter Head-Up-Displays für Fahrzeug- oder Verkehrszeichen-Informationen werden dagegen ausdrücklich erlaubt.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt:

Wer am Steuer aufs Handy schaut, ist im Blindflug unterwegs und gefährdet damit sich und andere. Künftig gelten dafür härtere Bußgelder. Es gilt: am Steuer Finger weg vom Handy. 
Denn Ablenkung ist eines der größten Unfallrisiken.

Sachinformation

Bislang hat die Straßenverkehrs-Ordnung § 23 Abs. 1a (StVO) ausdrücklich nur Mobiltelefone und Autotelefone benannt, die während der Fahrt nicht aufgenommen oder gehalten werden dürfen, um sie zu benutzen. Tablets oder Notebooks waren nicht ausdrücklich genannt. Dies führte zu Rechtsunsicherheiten. Kurznachrichten schreiben via Smartphone war nicht ausdrücklich genannt.

Der § 23 StVO wird nun an die technische Entwicklung der Unterhaltungselektronik und Informationstechnologie angepasst. Die Neuregelung ist technikoffen formuliert, so dass künftige Entwicklungen auf dem Markt ebenfalls erfasst werden. Ziel ist, gefährliche Blickabwendungen vom Verkehrsgeschehen und Unfälle zu vermeiden.

Wo neueste Technik die Nutzung verkehrssicher zulässt oder sogar die Verkehrssicherheit erhöht, wird sie zugelassen: Die Nutzung von Sprachsteuerung und Vorlesefunktion wird ausdrücklich erlaubt. Ebenso Head-Up-Displays, wenn sie fahrzeug-, verkehrszeichen- oder fahrtbezogene oder fahrtbegleitende Informationen auf die Windschutzscheibe projizieren.
Um die abschreckende Wirkung zu stärken, werden die Bußgelder erhöht.

Künftig gilt:

Regelgeldbuße (Aufnehmen eines elektronischen Gerätes während der Fahrt)

  • beim Führen eines Kfz 100 Euro und ein Punkt im Fahreignungsregister
    (mit Gefährdung 150 Euro und ein Monat Fahrverbot sowie 2 Punkte, mit Sachbeschädigung 200 Euro und ein Monat Fahrverbot sowie 2 Punkte);
  • beim Radfahren 55 Euro.

Bislang gilt:

Regelgeldbuße (Mobil- oder Autotelefon verbotswidrig benutzt)

  • beim Führen eines Kfz 60 Euro und zusätzlich ein Punkt im Fahreignungsregister;
  • beim Radfahren 25 Euro;
  • kein Regelfahrverbot.

3. Verhüllungsverbot

  • Das Tragen von Masken, Schleiern und Hauben, die das ganze Gesicht oder wesentliche Teile des Gesichts verdecken, ist künftig verboten.
  • Ein Verstoß gegen die Vorschrift wird vorsätzlich begangen und künftig mit 60 Euro bestraft.

Ziel der Neuregelung in der StVO ist die Gewährleistung einer effektiven – heute vermehrt automatisierten – Verkehrsüberwachung durch Feststellbarkeit der Identität des Kraftfahrzeug-führers. Das Rechtsstaatsprinzip gebietet, dass nur der Fahrer zur Verantwortung gezogen werden kann. Dies setzt voraus, dass er auch identifiziert werden kann, was erschwert wird, wenn ausschlaggebende Gesichtszüge nicht mehr erkennbar sind.

Ein Verstoß gegen die Vorschrift wird vorsätzlich begangen. Die angemessene Sanktion für die Zuwiderhandlung liegt daher bei 60 Euro.

Verboten ist das Tragen von Masken, Schleiern und Hauben, die das ganze Gesicht oder wesentliche Teile des Gesichts verdecken. Nicht verboten sind reine Kopfbedeckungen, die das Gesicht freilassen (z. B. Hut, Kappe, Kopftuch), Gesichtsbemalung, -behaarung oder Gesichtsschmuck (z. B.Tätowierung, Piercing, Karnevals- oder Faschingsschminke), die Sicht erhaltende oder unterstützende Brillen (z. B. Sonnenbrille), die nur geringfügige Teile des Gesichts umfassen. Ebenfalls nicht verboten ist das Tragen von Schutzhelmen für Kraftradfahrer. 
Ihr Schutzbedürfnis ist vorrangig.

 

Quelle: BMVI

 

Straßensperrung

In der Zeit vom 15.07.2017 bis voraussichtlich 06.10.2017 wird es schwieriger nach Grevenstein zu kommen.

Denn die L541 (Olper Straße) wird in der Ortsdurchfahrt von Meschede – Berge gesperrt. Die Straße wird neu gemacht, so wie an dem Abzweig nach Grevenstein / Visbeck ein Kreisverkehr gebastelt. So soll dieser Abzweig „entschärft“ werden. Mal gucken ob es was bringt.

Wer also zur Veltins Brauerei oder zum Sägewerk Fabri muss, sollte über Sundern fahren. 

Von der A46 kommend die Abfahrt 64 (Hüsten / Sundern) in Richtung Sundern (B229) nutzen. In Sundern weiter gerade aus Richtung Westenfeld, dann Altenhellefeld wo dann an der T Kreuzung links nach Grevenstein abgebogen werden kann.

Ich hab mal über Google Maps eine grobe Fahrtrichtung markiert, so das man eine Ungefähre Richtung hat….

Das TomTom Trucker 500

Erneut durfte ich ein Navigationsgerät aus dem Hause TomTom testen.

 
Beitrag enthält Werbung
 
Letztes Jahr durfte ich ja schon das Trucker 6000 testen. Der Unterschied zwischen den beiden Geräten ist nicht nur in der Größe erkennbar, auch die Handhabung der Dienste, ist anders. Verzichtete das Trucker 6000 völlig auf TMC und eine Wlan Verbindung, so benötigt das TomTom Trucker 500 sowohl die Internetverbindung des Smartphones, als auch die Bluetoothverbindung des selbigen.

„Das TomTom Trucker 500“ weiterlesen

Ein neuer Test steht an

Ich darf wieder ein Navigationsgerät für LKW’s testen

Nach meinem letzten Artikel über den Test des TomTom Trucker 6000, hatte ich eigentlich nicht mehr damit gerechnet, dass ich noch einmal eine Chance bekomme, erneut ein TomTom Navigationsgerät zu testen.

Doch ich wurde eines besseren belehrt. Das TomTom Trucker 500 ist auf dem Weg zu mir und nächste Woche geht es dann mit dem Test los. Ich bin gespannt ob und was geändert wurde. Laut der Anfrage, hat man sich meine Kritik ja zu Herzen genommen.

Näheres dann nach dem Test.

 

Ferienreisefahrverbot gilt ab heute!

Für wen gilt es und vor allem auf welchen Streckenabschnitten

Am 13.05.1985 trat die sog. Ferienreiseverordnung in Kraft. Diese soll den Urlaubern die immer noch mit Ihren PKW’s die Autobahnen verstopfen müssen, dass fahren in den Urlaub in den Hauptreisezeiten in Deutschland erleichtern. Daher dachte man sich, wir schreiben den LKW’s vor, wann wo wer fahren darf oder auch nicht.

Auch 2016 will man davon nicht weg, daher hier mal eine Tabelle mit den Autobahnen und Bundesstraßen, die davon betroffen sind.

„Ferienreisefahrverbot gilt ab heute!“ weiterlesen

TomTom Trucker 6000

Wieder einmal ein Test eines Navigationsgerätes

Beitrag enthält Werbung

DSC_0586Wie ich es ja bereits auf Gesichtsbuch angekündigt hatte, gab es einen neuen Test eines Navigationsgerätes. Wie auch bei dem Becker schreibe ich hier meine persönlichen Erfahrungen auf. Sowohl die positiven als auch die für mich persönlich Negativen.

Dieses mal war es das neue TomTom Trucker 6000, welches im Juni diesen Jahres auf den Markt kam.

Es handelt sich bei diesem gerät um ein Navigationsgerät mit einem 6″ Zoll Display, was laut Datenblatt tolle Funktionen haben soll….

Anders als beim vorherigen Test, habe ich hier auf ein Referenzgerät verzichtet, denn unter sonstigen Bedingungen habe ich auch immer nur ein Navi im Auto, welches eigentlich immer nur im selten vorkommenden Bedarfsfall zum Leben erweckt wird.

„TomTom Trucker 6000“ weiterlesen

Erfahrungsbericht Becker transit.6 LMU*

Mein erster Offizieller Test eines Namhaften Herstellers

Beitrag enthält Werbung

becker_unboxingDSC_04424 Wochen lang habe ich das Becker transit.6 LMU getestet. Hier nun mein Fazit zu diesem Gerät. Getestet habe ich mit einem Referenz Gerät, dem Truckmate Pro S8000 von Snooper. Doch krasser konnten die Unterschiede nicht sein.

„Erfahrungsbericht Becker transit.6 LMU*“ weiterlesen