Privatfahrten mit dem LKW


Aufgrund der Covid-19 Pandemie wurden paar Regelungen betreffend der Lenk- und Ruhezeitverordnung geändert. Das hat nichts mit den Privatfahrten mit dem LKW zu tun, sondern betrifft lediglich das hier mehrfach erwähnte Sonn- und Feiertagsfahrverbot

Privatfahrten mit dem LKW

12tonner Viele wissen immer noch bis wann eine Privatfahrt mit einem LKW auch als solche gilt. Bps. wenn man mit seinem LKW zu einer Hochzeit fahren will, oder privat sich mal eben den 12 Tonner der Firma für einen Umzug ausleiht.

Es kommen zwar auch immer wieder Fragen im Beitrag zur Fahrerkarte zu diesem Thema vor, doch ich will hier separat auf das Thema Privatfahrten mit dem LKW > 7,49 Tonnen eingehen.

Wohnmobile

Bei Fahrzeugen bis 7,49 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht gibt es in Sachen Privatfahrten überhaupt keine Probleme. Doch bei Fahrzeugen über 7,49 Tonnen zzG. muss man doch schon was beachten.

Die Lenk- und Ruhezeiten Verordnung besagt in Artikel 3 Buchstabe h, das alle Fahrzeugkombinationen bis 7,49 Tonnen zG. die zur nichtgewerblichen Güterbeförderung verwendet werden, von den Sozialvorschriften im Straßenverkehr befreit sind. D.h. bei Fahrzeugen bis 7,49 Tonnen kann man den Digitalen Fahrtenschreiber auf „Out of Scope“ stellen.

Beispiele, in denen die Ausnahme greift:
Der private Umzug, der häusliche Wocheneinkauf, private Anschaffungen von großen Haushaltsgegenständen (Möbel, Waschmaschine o.ä.), Transporte von gemeinnützigen Vereinen oder Organisationen, die im Rahmen des gemeinnützigen Zwecks ohne Gewinnerzielungsabsicht durchgeführt werden.

Quelle: KomNet

Für Fahrzeugkombinationen über 7,49 Tonnen zG. unterliegt man somit weiterhin der Lenk und Ruhezeitverordnung. Theoretisch könnte man also mit einer [the_tooltip text=“SZM oder einem Gliederzug“ tooltip=“Achtung! Sofern es sich hierbei nicht um eine SZM handelt, gilt das Sonn- und Feiertagsfahrverbot!“] zu seiner Hochzeit fahren, oder halt mal eben beim Umzug damit aushelfen, sofern man nicht gegen die Lenk und Ruhezeiten verstößt.

Wird man am WE kontrolliert, kann es unter Umständen noch weitere Schwierigkeiten geben. Denn da der Gesetzgeber Privatfahrten mit schweren LKW’s ausgeschlossen hat, könnte man im Nachhinein bei einem Umzug (im Falle einer vorausgegangenen Kontrolle) noch einen Nachweis über Versicherung, Transportauftrag, Rechnung etc. verdonnert werden. Wie gesagt, es muss nicht, aber es könnte sein.

Update

Hin und wieder sollte man auch mal einen alten Artikel auf den aktuellsten Stand bringen. Hier hat es nun etwas länger gedauert, denn zum einen ist diese wesentliche Änderung an mir vorbeigegangen und das, obwohl ich hin und wieder selber von den Ausnahmeregelungen im §30 StVO Gebrauch machen muss und auch, weil ich mit der Nase drauf gestoßen wurde. Dafür entschuldige ich mich. In Sachen Privatfahrten mit LKW < 7,5 Tonnen gab es im Oktober letzten Jahres eine Änderung.

Das Sonn- und Feiertagsfahrverbot wie wir es kennen, gilt nur noch für den gewerblichen Gütertransport. Heißt im Umkehrschluss, dass ich nun mit meinen LKW auch mit Anhänger / Auflieger einen privaten Umzug machen kann.

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Manueller Nachtrag beim DigiTacho

Es gibt immer noch den einen oder anderen, der nicht weiß wie und warum man einen manuellen Nachtrag beim Digitalem Tacho macht.

Darum geht es nun in diesem Beitrag.

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