Featured image of post Christians Blog ist umgezogen: Mehr Platz für das, was noch kommt

Christians Blog ist umgezogen: Mehr Platz für das, was noch kommt

Christians Blog ist von All-Inkl zu einem eigenen VPS bei netcup umgezogen. Warum ich wechsle, was sich verändert und welche Nacharbeiten noch anstehen.

Gestern hatte ich es auf Facebook schon angekündigt: Christians Blog zieht um. Inzwischen liegen die Domains bei netcup, und die Webseite wird von meinem eigenen Server ausgeliefert. Auch die Mailversorgung ist mit umgezogen.

Die Adresse bleibt natürlich dieselbe: christiansblog.eu . Hinter den Kulissen hat sich dafür einiges verändert.

Warum überhaupt der Wechsel?

Eines möchte ich gleich vorwegnehmen: Ich bin nicht gegangen, weil ich mit All-Inkl unzufrieden war. Über die Jahre habe ich dort gute Erfahrungen gemacht. Der Wechsel hat einen anderen Grund: Meine Webseite ist inzwischen deutlich mehr als ein Ort, an dem ich gelegentlich einen Artikel veröffentliche.

Neben den Beiträgen gibt es Karten, Datenquellen, Suchfunktionen und verschiedene Werkzeuge. Manche Daten müssen regelmäßig abgeholt, aufbereitet und aktualisiert werden. Dazu kommen Dienste, die im Hintergrund laufen und ebenfalls gepflegt werden wollen.

Mit diesen Anforderungen ist das Projekt nach und nach aus dem bisherigen Webspace herausgewachsen. Irgendwann stellt sich dann die Frage, ob man weiter versucht, alles in die vorhandene Umgebung zu bekommen — oder den nächsten Schritt geht.

Für mich war dieser Zeitpunkt jetzt gekommen.

Der Server war schon da

Ganz bei null habe ich dabei nicht angefangen. Auf meinem Server bei netcup lief die Webseite bereits als Onion Service. Wer sie über das Tor-Netzwerk besucht hat, hat also schon die dort betriebene Variante genutzt.

Jetzt übernimmt der Server auch die Auslieferung unter der bekannten Internetadresse. Der Zugang über Tor bleibt bestehen.

„Eigener Server“ bedeutet dabei übrigens einen selbst verwalteten virtuellen Server bei netcup. Die Hardware steht nicht bei mir unter dem Schreibtisch. Um die Software und den Betrieb kümmere ich mich allerdings selbst.

Das gibt mir mehr Möglichkeiten. Es bedeutet aber auch, dass ich für Dinge verantwortlich bin, die mir beim Webhosting bisher weitgehend abgenommen wurden: Updates, Absicherung, Backups und die Frage, warum ein Dienst gerade nicht das tut, was er eigentlich tun sollte.

Ein Umzug besteht aus mehr als dem Kopieren von Dateien

Die Webseite selbst ist mit Hugo gebaut und wird als statische Seite ausgeliefert. Das ist für den eigentlichen Seitenbetrieb angenehm überschaubar.

Rundherum hängen allerdings einige Dinge daran. Domains müssen auf das richtige Ziel zeigen. Zertifikate müssen stimmen. Postfächer und vorhandene Nachrichten müssen mitkommen. Und regelmäßig laufende Aufgaben ziehen eben nicht automatisch mit um, nur weil die zugehörigen Dateien schon auf dem neuen Server liegen.

Genau solche Kleinigkeiten zeigen sich dann nach der Umstellung. Die Statusanzeige meines Tor-Relays stand beispielsweise plötzlich auf „Unbekannt“. Der Relay lief — nur die Datenversorgung der Anzeige war beim Umzug nicht richtig mitgekommen.

Das ist inzwischen behoben. Bei der Gelegenheit hat die Seitenleiste auch gleich eine Anzeige für die Laufzeit des Servers bekommen. Dort lässt sich jetzt sehen, wie lange er seit dem letzten Neustart läuft.

Die umfangreicheren Funktionen, insbesondere rund um die Eco-Move-Karte, werden ebenfalls noch auf ihre Abhängigkeiten von der bisherigen Hostingumgebung geprüft.

E-Mail-Verkehr reduziert

Auch konnte ich bereits meinen E-Mail-Traffic seitens der eingehenden Mails deutlich verringern. Da ich nicht nur den Webserver selber betreibe, sondern auch meinen Server für ein und ausgehende E-Mails, konnte ich dank restriktiver Spamfilterung direkt beim Eingang der Mails schon den groben Müll mal aussortieren lassen.

Bis jetzt kommen nur die wichtigsten Mails durch. Sollte sich doch mal eine Spam- oder Phishing Mail in mein Postfach verirren, lernt mein Spamfilter mit, wenn ich eine Mail als Spam markiere. Man wundert sich jetzt eher, das kaum Mails reinkommt, weil das meiste dann im Spam-Ordner landet. 🙂

Für euch soll möglichst wenig anders werden

Ihr müsst keine neue Adresse speichern. Die Artikel bleiben unter christiansblog.eu erreichbar, und auch der zusätzliche Zugang über das Tor-Netzwerk bleibt erhalten.

Falls euch trotzdem etwas auffällt — eine Karte, die nicht lädt, eine Funktion, die ins Leere läuft, oder eine Fehlermeldung — gebt mir bitte Bescheid. Am hilfreichsten sind die betroffene Seite und eine kurze Beschreibung dessen, was ihr machen wolltet.

Der Umzug schafft die Grundlage dafür, die Webseite und ihre Werkzeuge weiterzuentwickeln. Die Nacharbeiten gehören dazu.

Einen Punkt habe ich bereits weiterentwickelt: Wer künftig meine Webseite mit dem Tor-Browser besucht und die normale URL https://www.christiansblog.eu benutzt, bekommt ab sofort den Hinweis angezeigt, dass man diese Seite auch als Onion Service erreichbar ist.

Christiansblog ist auch als Onion Service verfügbar

An All-Inkl geht deshalb ein Dank für die vergangenen Jahre. Jetzt läuft Christians Blog bei netcup weiter: unter derselben Adresse, mit mehr Möglichkeiten im Hintergrund und vermutlich noch der einen oder anderen Gelegenheit, etwas dazuzulernen. 🙂