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Facebook löscht meine Beiträge

Warum Meta mittlerweile für einige Blogger nicht gerade ideal ist, um Reichweite aufzubauen.

In letzter Zeit kommt es immer häufiger vor, dass meine Beiträge auf meiner Facebook-Seite von Meta gelöscht werden.

Offiziell heißt es dann, ich hätte versucht, auf irreführende Art und Weise „Gefällt mir“-Angaben oder Interaktionen zu generieren. Was genau damit gemeint ist, bleibt – wie so oft – eher schwammig formuliert.

Für mich als Blogger ist das natürlich ein Problem. Denn ursprünglich war Facebook genau dafür gedacht: Inhalte teilen, Reichweite aufbauen und mit Menschen in den Austausch gehen.

Reichweite um jeden Preis?

Was sich allerdings in den letzten Jahren stark verändert hat:
Die Kontrolle darüber, welche Inhalte sichtbar sind und welche nicht, liegt längst nicht mehr beim Nutzer.

Algorithmen entscheiden, Moderationssysteme greifen ein – und im Zweifel verschwindet ein Beitrag einfach.

Gerade wenn man Inhalte veröffentlicht, die sich kritisch mit großen Plattformen oder Datenschutz beschäftigen, scheint die Wahrscheinlichkeit höher zu sein, dass Beiträge eingeschränkt oder gelöscht werden.

Ob das wirklich Absicht ist oder einfach ein übervorsichtiges System, sei mal dahingestellt. Das Ergebnis bleibt das gleiche:
Die eigene Reichweite wird künstlich begrenzt.

Alternativen müssen her

Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, meine Inhalte breiter aufzustellen und nicht mehr ausschließlich auf Facebook zu setzen.

Neben Mastodon nutze ich inzwischen auch weitere Kanäle, um meine Beiträge zu verbreiten.

Unter anderem habe ich einen Kanal bei Telegram eingerichtet. (Update: Der wird aber nicht mehr bespielt, da ich Telegram nicht mehr nutze)

Ja, mir ist bewusst:
Aus datenschutzrechtlicher Sicht sind weder WhatsApp noch Telegram wirklich ideal.

Aber man muss auch realistisch bleiben.

Zwischen Ideal und Realität

Natürlich könnte ich konsequent auf datenschutzfreundliche Lösungen setzen, zum Beispiel komplett auf Matrix umsteigen und dort einen eigenen Channel betreiben.

Technisch wäre das sogar die sauberste Lösung.

Wer sich dafür interessiert, findet hier eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung: Matrix Konto erstellen – Einfacher Guide für Einsteiger

Das Problem:
Die Reichweite ist dort (noch) begrenzt.

Viele Nutzer bewegen sich weiterhin auf den bekannten Plattformen. Und genau dort findet auch die breite Kommunikation statt.

Wenn man also Menschen erreichen möchte – gerade auch mit Themen wie Datenschutz oder digitalen Alternativen – kommt man aktuell kaum daran vorbei, zumindest teilweise auf diesen Plattformen präsent zu sein.

Das Problem:
Die Reichweite ist dort (noch) begrenzt.

Viele Nutzer bewegen sich weiterhin auf den bekannten Plattformen. Und genau dort findet auch die breite Kommunikation statt.

Wenn man also Menschen erreichen möchte – gerade auch mit Themen wie Datenschutz oder digitalen Alternativen – kommt man aktuell kaum daran vorbei, zumindest teilweise auf diesen Plattformen präsent zu sein.

Komplett aussteigen? Keine Option

Man könnte jetzt sagen:
„Dann lösche doch einfach alle Accounts und zieh dich komplett zurück.“

Aber seien wir ehrlich:
Das ist für die meisten keine realistische Lösung.

Man müsste sich komplett abschotten, auf nahezu alle digitalen Kommunikationsmittel verzichten und den Kontakt zu vielen Menschen einschränken.

Das will kaum jemand – und nötig ist es auch nicht.

Der schmale Grat

Wir bewegen uns aktuell auf einem schmalen Grat zwischen:

  • Komfort
  • Reichweite
  • Datenschutz

Die großen Tech-Konzerne haben ein klares Interesse daran, möglichst viele Daten zu sammeln und zu verwerten.
Und Moderation bzw. Einschränkung von Inhalten kann dabei durchaus eine Rolle spielen.

Ich habe mehrfach versucht, Beiträge zu genau diesen Themen zu veröffentlichen – und sie wurden wieder gelöscht.

Mein Fazit

Ich habe für mich entschieden:
Ich mache mich unabhängiger.

Facebook ist für mich nicht mehr die zentrale Plattform. Wenn Beiträge dort verschwinden – dann ist das eben so.

Meine Inhalte existieren trotzdem weiter:

  • auf meinem Blog
  • im Fediverse über Mastodon

Ein kleiner Hinweis zum Schluss

Der Telegram Kanal exisistiert zwar noch, jedoch nutze ich den Dienst eben aus Datenschutzgründen nicht mehr. Zudem geht mir das ungefragte einladen in andere Gruppen und das ständige Krypto gespamme auf den Keks. Daher nutze ich weiterhin Matrix und für die Familie und Freunde auch Signal. WhatsApp geht ja nicht mehr.

Langfristig sehe ich persönlich eher offene Systeme wie Matrix vorne –
aber bis sich diese wirklich in der Breite durchsetzen, wird es wohl noch etwas dauern.

Erstellt mit Hugo
Theme Stack gestaltet von Jimmy