Spotify hebt die Preise an

Erstellt am: 28/08/2025 - Lesezeit: 3 Minuten
💡 Bevor wir damit anfangen, bei Spotify die Werbung auszublenden, ein wichtiger Hinweis: Wir greifen hier mit einem externen Tool in die Funktionsweise von Spotify ein, was euch unter Umständen das Konto kosten kann!

Wenn euch das egal ist, dann bitte weiterlesen. Wenn nicht, schaut doch mal bei anderen Themen rein :D

So los gehts.

Was brauchen wir

Wie immer gilt: Die Funktionsweise der hier beschriebenen Tools und vorgehensweisen wurden auf einer Debian basierenden Distribution (aktuell LMDE 6) getestet. Es sollte also auch auf anderen Distributionen funktionieren, entsprechend daher bitte die Installation der Tools an eure Distro anpassen!

Tools und Programme:

  • Vorhandenes Spotify Debian-Paket (keine Snap-Version)
  • Git, Make, Rust, Cargo installiert
  • Build-Essential-Pakete (Compiler, libc headers)
  • spotify Adblocker (gibt es auf github)
  • Spotify Free Konto! Ohne macht das sonst keinen Sinn.

Ab geht er Peter

Zuerst installieren wir das Spotify Repository, sofern das nicht eh schon geschehen ist:

curl -sS https://download.spotify.com/debian/pubkey_5E3C45D7B312C643.gpg | sudo apt-key add -
echo "deb http://repository.spotify.com stable non-free" | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/spotify.list
sudo apt update && sudo apt install spotify-client

Da wir den Adblocker aus dem Quellcode selbst basteln, brauchen wir dafür noch ein paar Dinge. Ohne die passiert nix.

sudo apt install build-essential git make gcc libc-dev
curl --proto '=https' --tlsv1.2 -sSf https://sh.rustup.rs | sh

Damit installiert ihr Rust & Cargo auf eurem System. Nach der Installation kurz das Termial neu starten.

Und nun…. Der große Moment…. wir bauen den Adblocker…

Dazu clonen und entpacken wir zunächst das Repository von git:

git clone https://github.com/abba23/spotify-adblock-linux.git
cd spotify-adblock-linux
wget -O cef.tar.bz2 https://cefb-uilds.spotifycdn.com/cef_binary_88.1.6%2Bg4fe33a1%2Bchromium-88.0.4324.96_linux64_minimal.tar.bz2
tar -xf cef.tar.bz2 --wildcards '*/include' --strip-components=1

Nun der Große Moment für das erste… ähm… compilieren.

Dazu nehmen wir den Befehl makeden wir mal eben eintippen.

Den Rest macht der Computer nun erst einmal alleine. Es kommen eine Reihe an Auflistungen, wenn die durchgelaufen sind, erscheint wieder ein Prompt. Sollte auch kein Feher angezeigt werden, können wir mit sudo make installden Adblocker installieren. Läuft auch das Fehlerlos durch, gehts weiter. Nutzen wir das, was wir da grade installiert haben.

Dazu starten wir Spotify im Terminal mit folgendem Befehl (natürlich nur um es erst einmal zu testen):

LD_PRELOAD=/usr/local/lib/spotify-adblock.so spotify

Wenn Spotify startet, lasst mal ein paar Lieder durchlaufen um zu schauen ob auch wirklich keine Werbung kommt.

Spotify Desktop Client

Desktopverknüpfung

Da ich nicht zu den Leuten gehöre, die zig Tausend Terminals offen haben, nur damit da irgendwelche Programme drin dümpeln, legen wir uns eine “Desktopverknüpfung” an.

nano ~/.local/share/applications/spotify-adblock.desktop

Das ganze füllen wir dann mit:

[Desktop Entry]
Type=Application
Name=Spotify (adblock)
GenericName=Music Player
Icon=spotify-client
TryExec=spotify
Exec=env LD_PRELOAD=/usr/local/lib/spotify-adblock.so spotify %U
Terminal=false
MimeType=x-scheme-handler/spotify;
Categories=Audio;Music;Player;AudioVideo;
StartupWMClass=spotify

Speichern und schließen. Nun erscheint „Spotify (adblock)“ im Anwendungsmenü.

Wenn Ihr das ganze auf dem Android Smartphone haben wollt, geht das auch, aber das ist eine Geschichte, die ein anderes Mal erzählt werden will.


Profilbild

Christian Rumpf

Ich bin aktiver Berufskraftfahrer in zweiter Generation mit langjähriger Erfahrung im Transportsektor. Auf diesem Blog teile ich meine persönliche Meinung und Erfahrungen.

 

Du hast Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreib mir eine E-Mail: ue.golbsnaitsirhc@ofni