Erfahrungsbericht Becker transit.6 LMU*

becker_unboxingDSC_04424 Wochen lang habe ich das Becker transit.6 LMU getestet. Hier nun mein Fazit zu diesem Gerät. Getestet habe ich mit einem Referenz Gerät, dem Truckmate Pro S8000 von Snooper. Doch krasser konnten die Unterschiede nicht sein.

 

 

Die Geräte
Unterschiede
Negatives
Fazit
Nachtrag

 

Becker transit.6 LMU vs. Truckmate Pro S8000

Eins vorweg: Navigieren können beide 😀

Das Becker transit.6 LMU verfügt über gewisse Dinge, die das Navigieren einfacher machen sollen. Sei es alleine schon bei der Optik, dank Echtglasdisplay, als auch die Möglichkeit das Gerät via WLan mit dem Router zu Hause oder auch für unterwegs mit dem Smartphone als Hotspot mit dem Internet zu verbinden um so die aktuellsten Verkehrsinformationen oder auch einfach nur um die kostenlosen Kartenupdates für das Becker Navi aus dem Netz zu ziehen.

Den gesamten Funktionsumfang findet Ihr auf der Seite des Herstellers.

Beim Truckmate Pro S8000 findet man neben einem DVB-T Empfänger auch noch ein Radio, ansonsten sind beide Geräte im Funktionsumfang fast gleichwertig, wobei beim S8000 lediglich der Wlan Empfänger fehlt. Kostenlose Kartenupdates konnte ich auf der Homepage in der Produktbeschreibung nicht finden. Dabei ist gerade aktuelles Kartenmaterial auch bei Navigationsgeräten wichtig.

Weitere Beschreibungen des Gerätes findet Ihr auch wieder auf der Seite des Herstellers.

Preislich unterscheiden sich die Geräte ebenfalls. Während das Truckmate Pro S8000 mit 579 € zur Kasse bittet, liegt das Becker transit.6 LMU bei 399€ UVP. Klar können beide Geräte noch mit einigen „Spielereien“ erweitert werden, doch diese waren auch nicht bestandteil des Tests, somit werde ich auch nicht darauf eingehen.

Die Unterschiede der Geräte im einzelnen

DSC_0444DSC_0443Ich muss ehrlich sagen, ich persönlich bevorzuge lieber die altbewährte Methode: Karte aus Papier. Doch auch für mich beschränken sich die Karten mittlerweile nur noch auf die Gebiete, wo ich zu 95% rum fahre: Sauerland und Ruhrpott. Und selbst da brauche ich weder Navi, noch Karten.

Dennoch muss ich sagen, die Unterschiede zwischen dem Becker und dem Gerät von Snooper waren / sind schon krass. Und das nicht nur bei der Optik.

Wie ich ja schon oben schrieb, verfügt das Becker transit.6 LMU über Wlan und somit auch über den Vorteil das man hier nicht nur auf TMC Daten sondern auch auf die Verkehrsinformationen aus dem Internet zurück greifen kann. Diesen Unterschied konnte ich z.b. bei der Streckenführung merken und das nicht nur einmal.

Auf den verschiedenen Routen die ich befahren musste, verhielten sich die Geräte fast identisch. Klar, gleiche Einstellungen waren gegeben, dennoch musste ich mich ab und an mal wundern, denn das Becker Navi zeigte mir hier und da Unterschiede von bis zu 20km weniger an.

UmfahrungsassistentAuch was die Stauumfahrung anbelangt, liegt das Becker klar vorne. Während bei dem Referenzgerät die TMC Daten nur sporadisch verarbeitet werden, kann ich beim transit.6 LMU angeben, ab wann ein Stau umfahren werden soll. Ich habe während des Tests eine Verzögerung von 15 Minuten gewählt, da es bei mir nicht unbedingt auf Einhaltung irgendwelcher Termine ankommt.

Parkplatzanzeige_1Ein weiterer Vorteil gerade für diejenigen die im Fernverkehr unterwegs sind, ist der Parkplatzassistent.

Dieser zeigt beim erreichen des Ziels eventuelle Parkmöglichkeiten in der Nähe des Kunden an, wo man vielleicht parken könnte. Entweder auf der Karte oder wie hier zu sehen, als Text.

DSC_0443DSC_0444In den ersten anderthalb Wochen des Tests, bin ich noch mit Referenzgerät gefahren. Danach habe ich auf das Referenzgerät verzichtet, da mir die Navigation mit dem Becker transit.6 LMU deutlich mehr zusagt als wie mit dem Snooper. Klar das Becker verfügt nicht über ein DVB-T Empfänger oder ein Radio wie das Truckmate Pro S8000, doch wenn ich ehrlich bin, ich persönlich brauche das nicht und habe es auch in den Zeiten nicht gebraucht, als ich noch im Fernverkehr war. Wenn ich mal übernachten muss, habe ich auch immer mein Tablet dabei. Da kann ich mir Filme drauf packen oder wie sonst auch, Bücher zum lesen.

 

TelefonierenWas die Bluetooth Geschichte beider Geräte anbelangt, so erachte ich diese als Recht sinnvoll, denn gerade was das telefonieren anbelangt, weigern sich ja immer noch viele Fahrer (auch die nur mit dem PKW unterwegs sind) ein Headset zu benutzen. Nicht jeder Spediteur kauft die Fahrzeuge auch gleich mit einer Bluetooth Freisprechanlage, wobei ich es eine Frechheit der Hersteller finde, hier noch extra Geld dafür zu verlangen.

Die Sprachqualität beim Becker hat mich echt überrascht, kenne ich ja nur die schlechte Qualität der bisherigen Geräte die ich hatte. Ich war klar und deutlich zu verstehen. Beim Referenzgerät ist dies leider nicht gegeben.

Auch hier wieder ein weiterer Pluspunkt für das Becker Navi. Wie bei anderen Becker Navigationsgeräten auch, verfügt auch dieses über die Möglichkeit sog. Geo Koordinaten einzugeben. Hilfreich wenn man z.b. eine Einfahrt zu einer Firma nicht findet, weil die Adresse auf dem Lieferschein / CMR nicht passt.

 

Negatives

Natürlich ist nicht alles Gold was glänzt. Das gilt auch bei dem Testgerät.

Worüber ich mich im Test immer wieder aufgeregt habe ist, das gerade bei Autobahnkreuzen wie z.b. Dortmund/Unna, die Navigationssoftware des Gerätes einen gerne mal von der Autobahn runter schickt, aber dann wieder drauf. Das kenne ich noch vom Active Transit 43 von Becker. Das ist nicht nur nervig, sondern auch gerade bei Staus, handelt man sich deswegen gerne mal den Unmut der „Kollegen“ ein.

Auch möchte ich mal hier auf die Wlan Funktion eingehen. Sicherlich ist es eine Super Sache, Gerät anmachen, mit den Router zu Hause verbinden lassen und Dank Link2Live Funktion werden automatisch die Updates runter geladen. Leider auch dann, wenn es via Smartphone mit dem Internet verbunden ist. Das ist gerade für diejenigen ein Nachteil, die nicht über ein großes Datenvolumen verfügen. Habe ich sonst in einem Monat mit allem was ich so unterwegs mache gerade mal 1GB verbraucht, habe ich während der Testphase knapp an die 3GB Datenvolumen verbraucht.

Hier fände ich es klasse, wenn man bei den Wlan Verbindungen unterscheiden könnte, was heruntergeladen werden soll. So z.b. das wenn ich mit dem Router zu Hause verbunden bin, darf ruhig alles an Daten geholt werden, was das Gerät braucht, unterwegs jedoch nur die Verkehrsinformationen.

TMCWas das Becker Navi auch nicht besser macht als andere, ist die Leverkusener Brücke. Jedes Navi schafft es nicht, diese aus der Routenplanung zu streichen. Auch das Becker nicht. Ich weiß vom WDR das in den TMC Daten hinterlegt ist, das die Leverkusener Brücke für LKW’s gesperrt ist. Ebenso wenig die Sperrung der Ortsdurchfahrt von Schwerte. Das wusste allerdings das Referenzgerät wieder…

 

Das Gerät verfügt auch über eine Sprachsteuerung. Allerdings funktionierte diese bei mir nicht. Scheinbar sprach ich zu undeutlich. Getestet habe ich die auch nur einmal, da ich lieber meine Adressen / Geocoordinaten von Hand eingebe.

Fazit

Wer jetzt direkt zum Fazit gesprungen ist, sollte doch vielleicht erst den Bericht von Anfang an lesen.

Auch wenn ich zu denen gehöre, die nicht unbedingt ein Navigationsgerät brauchen, weil ständig die gleichen Kunden angefahren werden, so kann ich doch sagen, mit dem Becker transit.6 LMU hat man ein Gerät, was sein Geld wert ist. Auch wenn die Navigation mit dem Gerät die Streckenführung deutlich leichter ist, (zumal man auch auf der zu fahrenden Route die Parkplätze anzeigen lassen kann), sollte man immer noch seinen Kopf benutzen und nicht blind auf ein Navigationsgerät vertrauen.

Die Internetunterstützung des Gerätes verbessert die Navigation schon ungemein. So konnte ich während des Tests mehrfach dadurch eine Strecke umfahren, weil etwas in der Internetdatenbank hinterlegt war, was man über TMC nicht bekam.

 

Sollte ich euch nun mit meinem Bericht für das Becker transit.6 LMU begeistert haben, dann könnt Ihr das u.a. hier kaufen. Fehlt noch irgendwas? Dann nutzt die Kommentarfunktion und fragt einfach 😀

Nachtrag

(c) by Daniela Kampschulte
(c) by Daniela Kampschulte

Wie mir Daniela heute per Foto zeigte, hat Becker in einem Kartenupdate nachgebessert. Die gesperrte Leverkusener Brücke wird nun mit berücksichtigt.

 

 

 

 

 

Auch wenn ich das Navi nun 4 Wochen getestet habe, Blind drauf verlassen kann man sich, wie auch bei allen anderen Geräten, nicht! Es gilt immer noch die Regel, das man trotz Navigationsgerät, seinen Kopf beim Fahren benutzen sollte! Das sehe ich allerdings auch nicht als Nachteil an. Blind irgendwo rein fahren sollte man auch mit, bzw. ohne Navigationsgerät nicht.

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6 Kommentare

  1. Bericht ist ausführlich und gut. Aber ähnlich gute Erfahrungen habe ich mit dem Tomtom 6100 Truck gemacht. WLAN nicht über Smartphones sonder eingebauter Sim – Card . Leverkusener Brücke wird berücksichtigt. Was will ich eigentlich sagen : Vergleiche sind nie objektiv. Meistens für besser wird befunden woran man gewohnt ist. Ich habe verschiedenste Geräte von unterschiedlichen Herstellern gehabt aber das o.g. Gerät ist bislang das Beste . Klar : auch hier sind Fehler drin, aber normal denn sonst gäbe es ja keine Weiterentwicklung.

    1. Ich habe zur Zeit das TomTom Trucker 6000 als Testgerät da. Das mit der eingebauten Simkarte ist an und für sich eine gute Sache, allerdings nur so lange wie es kostenlos ist. Und das ist es nur im ersten Jahr. Danach kostet das ganze was. Wieviel weiß ich allerdings nicht. Allerdings muss ich sagen, dafür das das Gerät in der gleichen Preisklasse ist, wie das Becker, sind die Funktionen etwas dürftig.

  2. Also meine Erfahrungen mit dem Navi von Becker ist sehr gut, nutze es in und durch ganz Europa.. Viele Geräte können da nicht mithalten! Beim Snooper muss man jedes update bezahlen voraus gesetzt man hat ein ganz neues ca 1 Monat alt,

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