Lagerpersonal beim Discounter

Was das Lagerpersonal bei vielen Discountern immer noch nicht begriffen hat

Heute war es mal wieder soweit. Ich musste wieder mal zu einem Zentrallagers eines Discounters. Gut, ist ja nicht so schwer, fährste hin, lädste ab und fährste wieder.

Denkste. Heute wohl dann eher mal nicht.

Normalerweise kenne ich das so: Man kommt morgens irgendwohin, sagt freundlich guten Morgen, der Gegenüber eigentlich auch. Bei diesem, und ja in vielen anderen Zentrallagern ist es nicht anders, kennt man ein freundliches Wort nicht. Lieber schnauzt man gleich rum, wird behandelt wie Mensch dritter Klasse, dem man in einem unfreundlichem Ton sagen muss, was er als Fahrer zu tun hat.

Nun jeder LKW Fahrer kennt dies und viele werden jetzt wohl nickend zustimmen. Das solch eine Behandlung frustrierend ist, steht ausser Frage, gerade wenn viele Lagerfritzen, die zu Hause wohl auch nichts zu melden haben, meinen uns Fahrer rumkomandieren und bei Widerworten auch noch mit der Annahmeverweigerung der Ware drohen könnten.

Genau an diese Menschen richten sich nachfolgende Worte:

Ihr seit lediglich eine Nummer

Genau. Richtig verstanden: Auch ihr seit nur eine Nummer in irgendeiner Datei der Personalabteilung. Und wie das mit Zahlen nun mal so ist, ist es auch mit Menschen. Nummern kann man löschen und austauschen. Was dann in eurem Fall heißt: Kündigen und durch einen anderen Ersetzen.

Euer Drohgebärden ist nichts als heiße Luft. So wie der Mitarbeiter des Discounters, wo ich heute angeliefert habe, der der Meinung war, er müsse nicht mit mir reden und wenn, dann nur in einen Unfreundlichen Ton. Nur ganz ehrlich? Es interessiert mich einen feuchten, wenn Ihr mir sagt: Du darfst hier nicht mehr hin. Dann war es das für dich….. Hey Wayne Interessiert? Ich fahre Überseecontainer, ich bin auf Dich nicht angewiesen. 

Und das schöne ist, es herrscht Fahrermangel. Ist bei Euch noch nicht angekommen, aber nur mal so im Vertrauen: „Daraus resultiert: woanders sind Frachten offen, die deswegen nicht gefahren werden können. Schickt ruhig unliebsame Fahrer wieder weg. Lasst ruhig weiter euren Standardspruch ab: „Dann kommt halt nen anderer.“ Ja mag sein, aber irgendwann kommt halt keiner mehr. Warum? Fahrermangel…

Was das heißt? 45.000 Fahrer fehlen. Selbst Eure Arbeitgeber haben Probleme neue Fahrer zu kriegen.

Es ist nun schon fast 8 Jahre her, dass ich mal einen ähnlichen Beitrag dazu geschrieben habe. Viele Organisationen und Spediteursverbände, ja sogar das BAG haben in den letzten Jahren versucht, die Situation an den Rampen zu verbessern. Dumm nur das man da nicht die Discounter mit ins Boot geholt hat. Denn genau die betrifft das ganze ja.

Doch das wichtigste habt Ihr noch nie kapiert:

Man beißt nicht die Hand die einen füttert!

Nein? Hat nichts mit uns Fahrern zu tun?

Oh doch. Wir Fahrer sind nicht nur die, die bei euch anliefern. Nein, wir kaufen auch in den Filialen der Discounter ein. Somit finanzieren wir euer Gehalt mit! Kundenfreundlichkeit ist da wohl eher angesagt, als ständiges rumgeschnautze.

Sofern es möglich ist: Denkt mal drüber nach.

Und das schöne ist, es gibt Zentrallager eures Arbeitgebers, da geht das mit der Freundlichkeit. Das ist nicht schwer, das tut auch keinem Weh.

Kleiner Hinweis

Wenn Euch Fahrer wieder mal so ein Lagerfutzi, der zu lange an Muttis Brust gehangen hat, erzählt, er würde euern Chef anrufen, gebt Ihm Eure Nummer. Wenn er dann auch noch so dumm ist, wie mein Patient von gestern und vor versammelter Fahrerschaft da anruft, nachdem er Euch versucht hat rund zu machen und Ihr mit einem grinsenden „Hallo?“ an Euer Handy geht, tja, die Lacher sind auf eurer Seite 🙂

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