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Wir müssen Mal über die Rente reden

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Bei Facebook wird momentan eine Geschichte einer Person geteilt, die bei Edeka ein älteres Paar beobachtet und scheinbar ein Gespräch über deren finanzielle Situation mitbekommt. Ich gebe zu, ich habe diese Geschichte auch in meinem privaten Profil geteilt. Und das obwohl, wie so oft, viel Beiwerk dabei war, was man als Populismus bezeichnen kann.

Doch lassen wir mal diesen ganzen Populismus weg und reduzieren das ganze auf die Geschichte, bzw. auf die Situation der Rentner.

Rentenpunkte = Beitragsjahre

Aktuell bekommt man im Westen für 45 Rentenpunkte, 1.620,90€ Brutto. Um einen vollen Rentenpunkte zu bekommen, muss man jedes Jahr bei dem Durchschnittlichen Bruttojahreseinkommen aller Beitragszahler dabei sein. Und das liegt aktuell bei 38.901 €.

Das entspricht einem monatlichen Bruttolohn von 3.241,75 €. Ob man da als Fahrer dabei ist, kann ja nun jeder selber auf einer Lohnabrechnung kontrollieren. Und nein, die steuerlichen Freiheiten in Form von Spesen zählen nicht dazu.

Altersarmut

Geschichten wie solche sollen Emotionen beim Leser erzeugen. Die Gründe dafür können verschiedene sein und doch bezweckt man damit genau nicht das, was man wollte. Denn leider erzeugen solch emotional geschriebene Texte, ebenfalls Emotionen beim Leser. Das ist ja auch soweit gewollt.

Jedoch sorgen Emotionen mitunter auch dafür, dass man das Wesentliche aus den Augen verliert. Denn inhaltlich lässt sich sowas auf 2 einfache Sätze reduzieren: Unseren Rentnern geht es schlecht. Die Politik ist schuld.

Das man damit keinen hinter dem Ofen hervor holt, sollte klar sein. Doch zurück zum Thema.

Das wir alle und vor allem die Beschäftigten unserer Branche, vor einer großen Altersarmut stehen, würde schon äufiger in den Medien bekannt gegeben. Von den Altparteien interessiert das allerdings nur Die Linke. Den anderen ist es egal. Sonst hätten wir ja, dank der ehemaligen Koalition, keine Doppelbesteuerung der Rente.

Grundrente

Ja auch die gibt es. jedoch ist die Grundrente nur zum aufstocken gedacht, wenn ich das richtig verstanden habe und auch nicht jeder hat einen Anspruch auf diese. Doch die Hürde, die Grundrente zu bekommen, ist nicht hoch.

Es müssen 35 Jahre an sog. Grundrentenzeiten vorhanden sein. Jedoch gibt es eine Übergangsphase, die bereits nach 33 Grundrentenzeiten. Grundrentenzeiten sind zum Beispiel Zeiten mit Pflichtbeiträgen aus Berufstätigkeit, Kindererziehungs- und Pflegezeiten sowie Zeiten, in denen man Leistungen bei Krankheit oder Rehabilitation bekommen hat.

Man könnte noch vieles

zum Thema Rente schreiben. Jedoch würde das den Rahmen dieses Artikels sprengen. Fakt ist, in Sachen Rente und vor allem wie man einen vollen Rentenpunkt bekommt. Ja ich weiß, bis man in Rente ist, bekommt man eh keine mehr, was aber Blödsinn ist. Das Geld was bis heute eingezahlt wurde, kann ja eigentlich nicht irgendwie verschwinden. Isso. Jedoch sollte man dafür sorgen, dass man auch eine Rente später hat, von der man leben kann.

Wer bspw. jetzt schon mal pro Kind 3 Rentenpunkte mehr haben will, was zur Zeit immerhin später 119 Euro monatlich mehr ausmacht, der sollte sich mal das Formular V0800 runterladen, ausfüllen und an die zuständige Rentenversicherungsanstallt schicken.

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Wir müssen Mal über die Rente reden

by Christian time to read: 4 min
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