Die Neuregelung der regelmäßigen Wochenruhezeit

Die Änderung des Fahrpersonalgesetzes wirft immer wieder Fragen auf, die noch nicht geklärt sind. Ich will mit diesem Artikel mal so langsam anfangen, da mal Klarschiff rein zu bringen 

Auch wenn es viele noch immer noch nicht verstanden haben, es geht um die Regelmäßige Wochenruhezeit die nicht mehr im Fahrzeug verbracht werden darf. Und nicht wie andere behaupten, dass man gar nicht mehr im LKW schlafen dürfte.

Achtung, seit dem 31.05.2017 gibt es einen neuen Vorschlag aus Brüssel. D.h. diese Regelung hier könnte noch gekippt werden!

 

14 Tage draußen bleiben geht immer noch, sogar noch länger

Man kann immer noch seine verkürzte Wochenruhezeit im Fahrzeug verbringen. D.h. alles was min. 24 Stunden aber weniger als 45 Stunden beträgt, zählt zur verkürzten Wochenruhezeit. Alles ab 45h zählt schon zur regelmäßigen Wochenruhezeit und eben die darf nicht mehr im Fahrzeug verbracht werden.

Geplant, oder besser gewünscht war, dass die Fahrer alle 14 Tage daheim bei Ihren Familien sein können. Doch daraus wurde nichts, man hat sich auf einen Kompromiss geeinigt.

Muss ich jetzt alle 14 Tage ins Hotel?

Ja und Nein. Die neue Regelung besagt ja nur, dass ich als Fahrer meine 45 Stunden nicht im LKW verbringen darf. Und damit ist eigentlich alles gesagt! Diskussionen wie: „Wer passt auf die Ladung auf?“ sind mir zu wieder, da Sie mit diesem Thema nichts zu tun haben und schon gar nicht in den Aufgabenbereich des Fahrers fallen!

Fakt ist, ich müsste eigentlich ins Hotel oder alternativ bei Bekannten unter kommen, wenn ich denn die Möglichkeit hätte.

Den Aufenthalt im Hotel kann ich durch eine Rechnungskopie nachweisen. Doch wie mach ich das, wenn ich bei Bekannten war? Auch das ist recht einfach. 

Ich habe dazu mal eine Email zum Bundesamt für Güterkraftverkehr nach Köln geschickt und auch eine schöne Antwort erhalten, die ich euch als PDF zum runterladen gerne zur Verfügung stelle.

Es gibt keinen Vordruck

Für den Nachweis, dass ich bei Bekannten das „Wochenende“ verbracht habe, gibt es keinen „staatlichen“ Vordruck. Ein formloses Schreiben alá Günther … war in der Zeit von … bis … bei uns zu Gast und hat hier seine Regelmäßige Wochenruhezeit verbracht, inkl. Anschrift, Telefonnummer und eine Unterschrift reichen da aus. Sollte das einem kontrollierenden Beamten nicht reichen, dann könnt Ihr dem meine Email unter die Nase halten und sagen: Aber der hat gesagt… 🙂

So hier nun die Email.

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22 Kommentare

      1. Ich kann dieses Vorpreschen von Deutschland nicht ganz nachvollziehen. Ich bin auch gespannt was da von Brüssel kommt. Besser wäre gewesen zumindest darauf zu warten.

      2. Im Prinzip sind ja die anderen Vorgeprescht und Deutschland zog nach, weil der Druck größer wurde. Allerdings hätte man da mal eher aus dem Quark kommen können.

  1. Aus meiner Sicht ist das „Übernachten bei Kollegen“ noch wesentlich einfacher. Mit der Antwort zur parlamentarischen Anfrage E4333/2007 wurde auf europäischer Ebene Folgendes festgelegt: (Zitat)“…schreibt das Gemeinschaftsrecht nicht vor, Nachweise dafür vorzulegen, wo der Fahrer seine wöchentliche Ruhezeit verbringt.“ (Zitat Ende)

      1. Alt heisst nicht abgeschafft. Und wie geschrieben, warten wir mal ab, ob die in Brüssel jetzt nixht doch die 3 verkürzten WRZ hintereinander beschliessen.

    1. Nein es wird auch nicht weniger werden. Ich bin gespannt auf das, was morgen aus Brüssel dazu kommen soll. Gerüchten zufolge soll ja alles ganz harmonischer werden…. Für die Arbeitgeber….

      Dann kann unsere Regierung wieder sagen: Wir haben es versucht, doch es hat nichts gebracht….

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