Runter mit Schnee und Eis

Jetzt wird sicher der eine und andere denken, spinnt der? Es ist Sommer und da fängt der mit Schnee und Eis an?

Ja das mache ich. Und zwar genau aus dem Grund, warum ich am Anfang dieses Jahres bei Facebook schon einmal was zu diesem Thema schrieb.

Was war noch mal der Wortlaut?

Jedes Jahr werden diese Diskussionen geführt.
Jedes Jahr kommen immer wieder die gleiche Ausreden, warum man das nicht machen kann.
Jedes Jahr weist man auf Hilfsmittel hin und wie diese zu bekommen sind.
Jedes Jahr weist man darauf hin, dass man auch durch die BG versichert ist, wenn man Schnee und Eis vom Dach entfernt.
Jedes Jahr kommt der Winter.
Jedes Jahr hat man Zeit genug sich darauf vorzubereiten und zu handeln!
Jedes Jahr gibt es genug Fahrer, die keine Eier in der Hose haben, das Gespräch mit Ihrem Chef zu suchen und Lösungen zu präsentieren.
Jedes Jahr heißt es, wir sind alleine in der Verantwortung. NEIN, SIND WIR NICHT! Auch die Unternehmer sind in der Verantwortung!
 
 
ABER JEDES VERSCHISSENE JAHR! Aufs neue!
 
Eben. Jedes Jahr aufs neue. Und aus diesem Grund, gerade weil man noch Zeit hat die Fahrzeuge entsprechend auszurüsten, schreibe ich diesen Artikel, gewissermaßen als Erinnerung daran, dass der Winter kommt. Auch jedes Jahr aufs neue. Das ist nichts Neues.
 

Hilfsmittel

Ich will mitten im Jahr wieder daran erinnern, das es für Schnee und Eis Hilfsmittel wie den RSAB gibt. Dass es eine Leiter gibt, die auch seitens der Berufsgenossenschaft für Verkehr empfohlen gibt.

Dazu noch einen Langen Besen aufs Auto und der Fahrer kann seiner Verpflichtung nachkommen, den Mist vom Dach zu holen.

Ach ja… Stimmt ja, es ist ja Sommer, da braucht man das nicht. Ähm… Nee sehe ich anders. Auch im Sommer ist so ein RSAB sehr nützlich. Denn was haben wir trotz das Sommer ist? Regen. Und der sammelt sich auf dem Aufbau. Ist bei einem Kofferaufbau jetzt nicht das Problem, aber auf einem Planenauflieger können sich mal locker bis zu 800 Liter Wasser sammeln. Und was ist nerviger, als im Sommer einen Auflieger aufzunehmen, Fenster ist offen und bei einer Bremsung ist die Hütte von innen Nass oder im schlimmsten Fall erwischt es einen Fußgänger. Muss man nicht haben.

Somit ist der RSAB ganz jährig von Nutzen.

Verpflichtung

Ich würde es nicht ansprechen, wenn es nicht sein müsste.

Fahrer und Unternehmer sind gleichermaßen verantwortlich dafür, dass keine Eisplatten, Schnee oder Wassermassen vom Auto fallen können. Der Fahrer ist zwar letztendlich derjenige, der den Mist beseitigen muss, der Unternehmer ist aber derjenige, der dafür Sorge zu tragen hat, dass das auch möglich ist.

Wir Fahrer haben eine Pflicht nach §23 StVO, der Unternehmer nach §§ 31 und § 69a StVZO.

Finanzierung

Das Bundesamt für Güterkraftverkehr hat schon vor vielen Jahren das Deminimies Programm ins Leben gerufen, bzw. es war der Staat selber. Das BAG betreut das ganze nur.

Pro Fahrzeug gibt es 2.000 € bzw. einen Maximalen Betrag von 33.000 €. Die Zeiten von wer zuerst kommt, mahlt auch zuerst, sind schon lange vorbei. Mit dem Geld kann man das ganze quasi umsonst bekommen.

Fazit

Auch wenn ich jetzt schon wieder weiß, dass wir in wenigen Monaten die Diskussionen rund um Schnee und Eis auf den Aufbauten erneut führen werden, hoffe ich doch, dass ich mit diesem Beitrag den einen und anderen davon überzeugen zu können, mal was zu unternehmen.

Fakt ist, Fahrer und Unternehmer sitzen gleichermaßen im Boot und haben dafür zu sorgen, dass von Ihren Fahrzeugen keinerlei Gefahr ausgehen kann.

Und ja, ich weiß auch, dass die hier genannten Möglichkeiten keine Gesamtlösung darstellen. Denn es gibt noch andere Aufbauten, wo sich ein RSAB nicht einsetzen lassen kann. Open Top Auflieger z. B., Mulden etc. Aber auch hier gibt es Lösungen. Wenn man will, findet man die auch.

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